Tragisches Ende des CSD in Berlin nach Auto-Vorfall
Der Christopher Street Day in Berlin, der für seine bunten Fahnen, pulsierende Musik und herzlichen Umarmungen bekannt ist, wurde bis in den Abend hinein gefeiert. Zahlreiche Menschen hatten sich in der deutschen Hauptstadt versammelt, um das Fest der Vielfalt und der Liebe zu zelebrieren. Doch kurz vor 22.30 Uhr wurde die ausgelassene Atmosphäre jäh unterbrochen, als ein Auto im Tiergarten in der Nähe des Potsdamer Platzes in eine Menschenmenge fuhr. Dabei kam eine Frau ums Leben und viele weitere Personen erlitten Verletzungen.
Die Feiernden am Brandenburger Tor waren von den dramatischen Ereignissen zunächst unberührt. Ein in sozialen Medien verbreitetes Video zeigt die Verwirrung, die folgte. Während ein Auftritt einer Künstlerin noch lief, betrat ein Mann die Bühne und sagte: „Achtung, Achtung. Bitte macht die Musik aus.“ Eine andere Frau näherte sich der Sängerin und versuchte, ihr mit Handzeichen zu signalisieren, dass sie ihren Auftritt abbrechen solle.
Nachdem die Künstlerin und ihre Tänzer die Bühne verlassen hatten, sprach der Mann erneut: „Wenn ich auf die Bühne komme, gibt es leider nicht ganz so gute Nachrichten. Leider müssen wir die Veranstaltung aufgrund einer schwierigen Situation vorzeitig beenden.“ Er forderte die Menge in ruhigem Ton auf, die Ausgänge aufzusuchen und den Weg zur Siegessäule zu meiden. Der leise Eklat ließ Fragen aus der Menge aufkommen, wie „Warum?“, bevor das Video endete.
Zur gleichen Zeit wurde auf den Videoleinwänden am Brandenburger Tor auf gelbem Hintergrund das Wort „Evakuierung“ eingeblendet. Auch über soziale Medien appellierte der Veranstalter an die Besucher: „Bitte geht nach Hause. Der CSD ist abgebrochen.“
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