Lese-Flashmob am Alexanderplatz: Für eine neue Zentralbibliothek
Um für den Bau einer neuen Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) zu werben, veranstalten die Berliner Bibliotheken einen Lese-Flashmob am Alexanderplatz. Dieser Tag fällt auch mit dem "Lies-ein-Buch-Tag" zusammen, einem bedeutenden Anlass, um die Wichtigkeit funktionierender Bibliotheken für die Leserförderung und die Kulturlandschaft zu unterstreichen, erklärte eine Sprecherin der ZLB.
Ab 14 Uhr lesen Kinder am Brunnen der Völkerfreundschaft laut aus ihren Lieblingsbüchern vor, wodurch ein sogenanntes Lese-Orchester entstehen soll. Den teilnehmenden Kindern erwarten verschiedene Überraschungen. Die Moderation übernimmt Tina Kemnitz.
Eine Silent Reading Party beginnt um 14.30 Uhr und dauert eine Stunde. Bei dieser Aktion können alle in Gemeinschaft lesen, wobei jeder für sich allein bleibt. Vor Ort werden Bücher zur Ausleihe bereitgestellt und für eine angenehme Atmosphäre gesorgt, so die Organisatoren. Diese Initiative des Verbands der Öffentlichen Bibliotheken Berlin (VÖBB) findet im Rahmen der Aktionswochen von #BerlinIstKultur statt, einem Bündnis, das sich gegen die Kürzungen im Kulturetat der Stadt engagiert.
Momentan ist die ZLB auf zwei Standorte verteilt, die sowohl sanierungsbedürftig als auch zu klein sind. Laut ZLB besteht ein dringender Bedarf für ein neues Gebäude. Das aktuelle Galeria-Gebäude am Alexanderplatz bietet ausreichend Platz für eine Kombination aus Warenhaus und der ZLB. Jonas Fansa, der Direktor der ZLB, betont, dass der Alexanderplatz zu einem neuen Kultur- und Bildungszentrum werden könnte, mit einer modernen Zentralbibliothek im derzeitigen Galeria-Gebäude. "Die Politik muss diese Chance jetzt nutzen, denn unsere aktuellen Standorte sind überlastet und in einem schlechten Zustand," so Fansa.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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