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AfD-Pläne für Berliner Schulen: Fokus auf Sprachförderung

Markus S. · 20. August 2026, 14:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
AfD-Pläne für Berliner Schulen: Fokus auf Sprachförderung

Die Alternative für Deutschland (AfD) setzt sich in Berlin für eine strikte Umsetzung der sogenannten Sprachstandsfeststellung für Kinder ab dem vierten Lebensjahr sowie eine anschließende Pflicht zur Sprachförderung ein. Dies betonte die Fraktionschefin Kristin Brinker bei der Präsentation des Programms mit dem Titel „Für bessere Schule in Berlin“. Nach Auffassung der AfD ist es erforderlich, dass Kinder in Berlin die deutsche Sprache besser beherrschen, um eine funktionierende Bildung gewährleisten zu können.

"Solange Schüler nicht als gemeinsame Grundlage von Anfang an die deutsche Sprache haben, kann es auch mit einer vernünftigen gemeinsamen Bildung nicht wirklich gut funktionieren", bemerkte Brinker. Es müsse bereits im Vorschulalter angesetzt werden. "Denn wenn Kinder eingeschult werden und nicht halbwegs Deutsch sprechen können, dann kann der ganze Klassenverband einfach keinen Unterricht machen", ergänzte Tommy Tabor, der Bildungspolitiker der AfD.

Die Partei fordert auch, dass Eltern, die nicht an der Sprachförderung teilnehmen, mit einem Bußgeld bestraft werden sollten. In diesem Fall müssten sowohl die Familienkasse, die Kindergeld ausbezahlt, als auch das Jugendamt über mögliche Sanktionen informiert werden. Des Weiteren möchte die AfD die Anzahl der Vorschulklassen erhöhen, lehnt jedoch eine Kita-Pflicht ab.

Zur Verbesserung der Sprachkompetenz schlägt die AfD vor, an Grundschulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit ausländischer Muttersprache sogenannte „Deutsch-Garantie-Klassen“ einzuführen. Diese Klassen würden ausschließlich für Kinder mit überdurchschnittlichem Sprachniveau reserviert, um deren Lernerfolge nicht durch Mitschüler mit geringen Deutschkenntnissen zu beeinträchtigen.

Im Hinblick auf die Vermittlung der deutschen Rechtschreibung spricht sich die Partei gegen die Methode „Schreiben nach Gehör“ aus und favorisiert die „Fibelmethode“. Zudem plant die AfD die Wiedereinführung einer Diktatpflicht und ein Verbot der Gendersprache.

Berliner Schüler schneiden laut bundesweiten Vergleichstests in grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Mathematik regelmäßig schlecht ab. Viele Schüler besäßen nicht die für ihr Alter angemessenen Deutschkenntnisse, erklärte die AfD. Brinker betonte, dass berlinweit 41,4 Prozent der Schüler eine nicht deutsche Herkunftssprache hätten. An Grundschulen und Gemeinschaftsschulen liege dieser Anteil sogar bei etwa 45 Prozent. Die AfD argumentiert, dass Deutsch als verbindliche Schulsprache im Schulgesetz verankert und konsequent durchgesetzt werden sollte.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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