Restaurierung der East Side Gallery: Mauerbild kehrt zurück
Die East Side Gallery zählt zu den berühmtesten Attraktionen in Berlin. Jetzt wird das historische Areal in Friedrichshain an mehreren Stellen saniert. Im Herbst beginnen die Renovierungsarbeiten an den Wandmalereien sowie an Teilen der ehemaligen Grenzanlage.
Ein fester Bestandteil der Restaurierung ist das Wandbild „Hands“ von Margaret Hunter und Peter Russell. Die Stiftung Berliner Mauer gibt an, dass das Werk konservatorisch Bearbeitung erhält, um es langfristig zu sichern. Interessant ist, dass es sich hierbei um das letzte erhaltene Originalgemälde der East Side Gallery aus dem Jahr 1990 handelt.
Zusätzlich zu den Kunstwerken wird auch ein Teil der ursprünglichen Mauer unter Schutz gestellt. Restauratoren werden sich um Hohlblocksteine kümmern, die aus dem Jahr 1961 stammen und in der Nähe von später errichteten Segmente der Grenzmauer stehen. Diese Mauerreste sollen nicht nur restauriert, sondern auch mit einem Graffiti-Schutz versehen werden. Die Stiftung Berliner Mauer betont die Bedeutung dieser Steine, da sie an die frühen Bauphasen der Berliner Mauer erinnern.
Ein weiteres Kunstwerk, das im Rahmen dieser Maßnahmen zurückgebracht wird, ist „Paradise out of the Darkness“ von der japanischen Künstlerin Kikue Miyatake. Dieses Bild wurde bereits 1997 von der East Side Gallery in einen nahegelegenen Park versetzt und Anfang September abgebaut. Es wird geplant, dass es bald wieder Teil der Open-Air-Galerie sein wird.
Die Restaurierung dieses Werkes ist ab dem 20. Oktober vorgesehen. Miyatake wird eigens aus Japan nach Berlin reisen, um an der Wiederherstellung ihrer Arbeit teilzunehmen. Sie ist die einzige japanische Künstlerin, die durch ein Werk in der East Side Gallery repräsentiert ist und ihr Bild war zuletzt mit Graffiti überzogen.
Die East Side Gallery erstreckt sich über 1,3 Kilometer entlang der Mühlenstraße zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke. Auf diesem erhaltenen Mauerstück sind mehr als 100 Wandbilder zu sehen. Die Versetzung und Restaurierung des Werkes von Miyatake wird laut der Stiftung durch Mittel für Kunst am Bau aus dem Projekt zur „Ertüchtigung des Berliner Mauerweges“ finanziert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Arbeiten an „Hands“ sowie an den 1961 datierten Mauerresten.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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