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Verstehen der Erst- und Zweitstimme bei der Berlin-Wahl 2026

Markus S. · 18. September 2026, 13:58 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 7 Aufrufe
Verstehen der Erst- und Zweitstimme bei der Berlin-Wahl 2026

Die bevorstehende Berlin-Wahl 2026 bringt eine Neuerung mit sich: Erstmals wird es nur einen Stimmzettel für die Wahl zum Abgeordnetenhaus geben. In der Vergangenheit gab es separate Stimmzettel für die Erst- und Zweitstimme. Diese neuen Stimmzettel ähneln denen, die bei der Bundestagswahl verwendet werden.

Die Erststimme ermöglicht es den Wählern, eine bestimmte Kandidatin oder einen bestimmten Kandidaten aus einem der 78 Wahlkreise in Berlin direkt in das Landesparlament zu wählen. Dabei können auch parteilose Personen antreten. Der Kandidat, der im jeweiligen Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, erlangt ein Direktmandat und zieht direkt ins Abgeordnetenhaus ein, während alle anderen Kandidaten in diesem Wahlkreis leer ausgehen.

Die Zweitstimme hingegen hat eine entscheidende Rolle für die Mehrheitsverhältnisse im Abgeordnetenhaus. Mit ihr wählen die Wähler eine Partei, nicht direkt eine Person. Das bedeutet, dass die Anzahl der Zweitstimmen, die eine Partei erhält, direkten Einfluss darauf hat, wie stark sie im Abgeordnetenhaus vertreten ist. Die Kandidaten werden durch die Landeslisten der Parteien bestimmt, die in der Regel Bezirkslisten oder nur eine Landesliste einreichen können.

Beide Listen müssen mindestens zwei Personen enthalten, und die Reihenfolge der Kandidaten muss klar erkennbar sein. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Person nur auf einer Bezirksliste stehen darf. Zudem darf jede Partei nur eine Landesliste oder je Wahlkreisverband eine Bezirksliste einreichen, wobei die Plätze auf diesen Listen vor der Wahl von den Parteien festgelegt werden.

Für die Parteien gibt es zudem eine entscheidende Hürde: Erhält eine Partei weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen, bekommt sie keine Sitze im Abgeordnetenhaus. Dies ist bekannt als die Sperrklausel oder 5-Prozent-Hürde. Nur wenn eine Partei ein Direktmandat durch eine ihrer Kandidatinnen oder Kandidaten erlangt, wird sie bei der Sitzverteilung im Landesparlament berücksichtigt.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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