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Wahlkampf in Berlin: Eralp kämpft um Veränderung, Linke wehrt Vorwürfe ab

Julian K. · 18. September 2026, 15:43 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Wahlkampf in Berlin: Eralp kämpft um Veränderung, Linke wehrt Vorwürfe ab

In den letzten Tagen des Wahlkampfs in Berlin verschärfen sich die politischen Auseinandersetzungen. Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken, sieht die bevorstehenden Wahlen als entscheidende Richtungswahl für die Hauptstadt. Laut Eralp stehe am Sonntag die Frage nach einem Politikwechsel im Raum, der ein bezahlbares Berlin für alle ermöglichen soll, wo Mietpreise und Lebensqualität im Vordergrund stehen.

„Diese Wahl ist auch eine Abstimmung über die Richtung, in die unser Land gehen soll“, betont Eralp und spricht sich gegen die Politik von Friedrich Merz aus. Sie wolle für Zusammenhalt und ein gerechtes Leben für die vielen Menschen kämpfen. Zudem hebt sie hervor, dass die Linke für den Schutz jüdischen Lebens stehe und weist Vorwürfe, die Partei tue zu wenig gegen Antisemitismus, klar zurück.

Auf der Abschlusskundgebung wendet sich auch Sahra Wagenknecht, Mitgründerin der Partei, gegen den Vorwurf, die Linke fungiere als Steigbügel für die AfD. Sie sieht die Verantwortung für deren Aufstieg bei den etablierten Parteien und fordert, Merz und seine Politik zu stoppen. Wagenknecht erntete dafür viel Applaus von den Zuhörern.

Ein weiteres Thema ist die Unterstützung der Linken durch die Spitzenkandidatin Claudia Wittig aus Sachsen-Anhalt, die betont, dass sich ihre Partei für Frieden und Meinungsfreiheit einsetzen wolle. Alexander King von der Berliner BSW kündigte an, im Falle eines Wahlsieges einen Corona-Untersuchungsausschuss einzurichten, um die Politik der letzten Jahre zu beleuchten.

In den Umfragen vor den Wahlen liegt die Linke nun knapp vor der CDU, zeigt eine aktuelle Erhebung, die der Berliner Landesverband von Volt in Auftrag gegeben hat. Die Umfrage ergab, dass die Linke 21 Prozent, die CDU 20 Prozent und die AfD 18 Prozent der Stimmen erhalten könnte. Damit wird deutlich, dass das Rennen um die erste Position in der Hauptstadt eng wird.

Währenddessen sind auch Kontrahenten der AfD am Wahlkampfgeschehen beteiligt, unter anderem mit dem Versuch, den Stand der Partei mit Protesten zu konfrontieren. Die Stimmung während des Wahlkampfs ist teils angespannt, was durch zaghafte Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der verschiedenen Parteien deutlich wird.

Am Ende könnte der Wahlsonntag einen neuen Kurs für Berlin einleiten, da die Linke auf eine „rote Welle“ hofft. Die Vorbereitungen dazu sind am Laufen, und sowohl die Parteivorsitzenden als auch die Mitglieder mobilisieren ihre Unterstützer für den entscheidenden Tag.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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