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Kritik an missverstandenem Schwimmbad-Event der Volksbühne

Markus S. · 14. August 2026, 11:48 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Kritik an missverstandenem Schwimmbad-Event der Volksbühne

Die kürzlich annullierte Veranstaltung der schwarzen Community im Schwimmbad der Berliner Volksbühne wurde laut einer Expertin gezielt missinterpretiert. Emilia Zenzile Roig, eine in Berlin lebende französische Politologin und Autorin, erklärt: So war das ein Segen für die Rechten..

Roig beschreibt, dass viele Menschen fälschlicherweise den Eindruck erhalten hätten, es sei so heiß und weiße Personen dürften nicht ins Schwimmbad. Das Narrativ eines angeblichen anti-weißen Rassismus hat gut funktioniert, äußert sie.

Der Verein Each One Teach One (Eoto) engagiert sich für die Prävention von Rassismus und das Empowerment schwarzer Menschen und hatte ursprünglich ein Schwimmen für schwarze Kinder und Jugendliche organisiert. Die Volksbühne hatte auch anderen Vereinen ermöglicht, das Schwimmbad für einige Stunden exklusiv zu nutzen. Nach Drohungen und Sicherheitsbedenken wurde die Veranstaltung am Freitag jedoch abgesagt.

Roig sieht den Beweggrund des Vereins als nachvollziehbar und hebt hervor, dass Rassismus für schwarze Menschen in vielen Lebensbereichen, einschließlich der Schule, des Arbeitsmarktes und der Polizei, präsent ist. In Schwimmbädern zum Beispiel werden sie oft beleidigt und als Verunreinigungen des Wassers bezeichnet, auch in Berlin, so Roig.

Die Politologin betont, es gehe nicht um eine komplett isolierte Gesellschaft, sondern um einen Nachmittag, an dem Kinder ohne Angst vor Demütigungen durch rassistische Gewalt schwimmen könnten. Besonders für die Kinder wäre das vorteilhaft gewesen. Roig ist überzeugt, dass das Narrativ über die strukturelle Diskriminierung von Weißen nun propagiert wird und denkt, dass diese Umdeutung der Realität besorgniserregend ist.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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