Umgestaltung des Dorfangers Bohnsdorf belastet Autofahrer bis 2027
In der vergangenen Woche begann die klima- und denkmalgerechte Umgestaltung des Dorfangers in Bohnsdorf, nach jahrelangen Planungen. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick gab bekannt, dass die Arbeiten zunächst am Dorfteich stattfinden werden. Dazu werden vorläufige Zugänge zum Teich angelegt, während Oberflächen, Bäume und vorhandene Einbauten geschützt werden.
„Bereiche des Dorfangers werden als Lagerflächen während der Bauaktivitäten abgesperrt“, erklärte das Bezirksamt. Zunächst wird der Rohrkolben, eine auf dem Teich vorkommende Schilfpflanze, entfernt, bevor mit Erdarbeiten begonnen wird. Die denkmalgerechte Restaurierung des Wiegehäuschens und der Waagegrube ist für Ende August vorgesehen. Bereits seit Jahresbeginn sind vorbereitende Maßnahmen im Gange, dazu gehörte auch das Fällen von Bäumen, um den historischen Uferweg wiederherzustellen, sowie die Auffüllung des Teichs.
Der gesamte Umbau soll planmäßig bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Umweltstadträtin Claudia Leistner (Grüne) betonte die Bedeutung des Dorfangers: „Hier investieren wir in den Erhalt eines wertvollen Denkmalensembles und machen den Bereich gleichzeitig fit für die Herausforderungen des Klimawandels“, sagte sie und hob hervor, dass der Dorfanger ein „Kleinod“ ist, das wiederbelebt werden soll.
Ursprünglich war der Baubeginn für 2025 vorgesehen, doch das Bezirksamt nannte mehrere Gründe für die Verzögerungen. Insbesondere die umfangreichen Abstimmungen zur Regenwasserbewirtschaftung sowie die Anforderungen der Denkmalschutzbehörden trugen zu dem Aufschub bei. Auch mussten Gutachten zur Denkmalpflege und Gewässer erneut ausgeschrieben werden, da beim ersten Versuch keine Angebote eingingen.
Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen ergibt sich aus dem schlechten Zustand des Dorfangers und des Teichs. Durch die Umgestaltung, die mit Fördermitteln von insgesamt 3,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ unterstützt wird, soll eine ökologische Aufwertung sowie barrierefreier Zugang geschaffen werden. Der Eigenanteil des Bezirksamtes beträgt 10 Prozent.
Die beginnenden Bauarbeiten haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Autofahrer. Laut Bezirksangaben wird der Parkplatzstreifen auf der Nordseite des Angers vollständig für die öffentliche Nutzung gesperrt. Zudem ist das Parken vor dem Wiegehäuschen während der Bauzeit nicht gestattet. Auch die Sitzbänke auf dem Dorfanger bleiben vorübergehend unbenutzbar.
Wegen der Genehmigungsfristen werden die Hauptarbeiten erst im Herbst in größerem Umfang beginnen. Bei der Erneuerung von Straßenabläufen und Leitungen wird die Straße „Dorfplatz“ teilweise gesperrt. Geplant ist eine Wanderbaustelle mit Ampelregelung. Laut dem Bezirksamt können zudem Einschränkungen bei den örtlichen Bushaltestellen auftreten, über die rechtzeitig informiert werden soll.
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Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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