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Fluggäste am BER trotz Drohnenfund gelassen

Markus S. · 06. August 2026, 15:54 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Fluggäste am BER trotz Drohnenfund gelassen

Nach dem Entdecken einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht zum Mittwoch hat die Berliner Morgenpost am Flughafen BER mit Fluggästen gesprochen. Am Donnerstagmittag herrschte eine insgesamt entspannte Atmosphäre unter den Reisenden. Hektisch wie gewohnt eilten die Passagiere mit ihrem Gepäck durch die große Check-in-Halle in Richtung der Schalter oder warteten auf Bänken auf ihren Abflug.

Julia Brüggemann (19) und Julia Peine (18), die auf dem Weg nach Nizza sind, hatten noch nichts von dem Vorfall gehört. Auch nachdem sie über die Sprengstoffdrohne informiert wurden, zeigten die beiden Freundinnen sich unbeeindruckt. „Ich fühle mich relativ sicher. Ich habe keine Angst“, äußerte Brüggemann.

Philipp Braun (25) erfuhr durch die „Tagesschau“ von der Drohne in Leipzig. „Ich habe mir wenig Gedanken gemacht. Und fühle mich weder unwohler noch unsicherer“, sagte er, während er mit einem Freund Karten spielt. Ein ähnliches Gefühl hat John Hirt, der in seinen Zwanzigern ist. „Es liegt wahrscheinlich am jugendlichen Leichtsinn“, meint er und fügt hinzu, dass immer irgendwo etwas passieren könne. „Wir freuen uns einfach auf den Urlaub. Ich denke, wenn man sich über alles einen Kopf macht, kommt man gar nicht mehr zur Ruhe“, erklärt John lächelnd.

Allerdings haben einige Fluggäste nach den Berichten Bedenken. Shanelle (25) und Kenneth (26), die anonym bleiben möchten, stehen an der Gepäckabgabe. „Ich habe ein leicht mulmiges Gefühl, aber ich hoffe, dass sicherheitsmäßig alles am BER gut gesichert wird“, äußert Shanelle. Kenneth hat von dem Vorfall in den Nachrichten gehört, lässt sich jedoch nicht beunruhigen. „Wir wollen unseren Urlaub genießen. Der Drohnenvorfall ist vielleicht eine Vorwarnung, aber nichts Konkretes.“

Karo (25), die auf ihren Flug nach Island wartet und in Leipzig lebt, glaubt, dass man sich an solche Situationen inzwischen gewöhnt. Nach einer gewalttätigen Zwischenfall während des CSD in Berlin zeigt sie sich besorgt über die allgemeine politische Lage. „Ich glaube, es ist natürlich so ein Gesamtsymptom des grundlegenden politischen Klimas“, sagt sie. Obwohl sie sich hilflos fühle, meint Karo: „Jeden Tag Angst haben bringt mir nichts, deswegen habe ich angefangen, das in den Hinterkopf zu schieben.“

Trotz der besorgniserregenden Nachricht setzen Anne und Hannes aus Leipzig ihre Reise am Flughafen BER fort. „Mit mir macht es nicht viel, ich fühle mich trotzdem sicher“, sagt Anne. Hannes ergänzt: „Ich weiß auch nichts Genaues dazu. Niemand weiß was Genaues. Das sind alles wieder nur Annahmen.“

Jose Pinto (37) hingegen freut sich auf seinen Flug nach Spanien. Dennoch verspürt er ein wenig Angst beim Fliegen, vor allem „bei all dem Krieg und was gerade auf der Welt so passiert“. Dennoch vertraut er darauf, dass alles gut laufen wird, und sagt freudig: „Ich weiß, dass mich jemand in Spanien erwartet.“

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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