Giffey unterstützt Krach: „Solidarität und Rückhalt“
Nachdem die Ermittlungen gegen Steffen Krach, den Spitzenkandidaten der Berliner SPD, bekannt wurden, bekommt er Unterstützung aus den eigenen Reihen. Franziska Giffey, Berlins Wirtschaftssenatorin, erklärte gegenüber dem rbb: "So wie Steffen Krach das gestern alles geschildert hat, haben die Genossinnen und Genossen ihm die volle Solidarität und Rückendeckung ausgesprochen. Wir werden ihm in dieser Situation den Rücken stärken."
Giffey berichtete, dass Krach im geschäftsführenden Landesvorstand sowie in der Fraktion ausführlich über die Situation informierte. Er habe betont, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unbegründet seien und diese mit sachlichen Argumenten untermauert. "Wir haben keinen Anlass, an der Wahrheit seiner Aussagen zu zweifeln", fügte sie hinzu.
Die Staatsanwaltschaft Hannover führt aktuell Ermittlungen gegen Krach durch, machte jedoch keine detaillierten Angaben zu den Vorwürfen und verwies auf die Unschuldsvermutung. Laut Krach beziehe sich das Verfahren auf ein Vergabeverfahren im Rahmen eines Klinikverkaufs in der Region Hannover, wo er während seines Wahlkampfs als Regionspräsident beurlaubt ist. Er wies die Anschuldigung der möglichen Beeinflussung entschieden zurück und betonte: "Ich habe in keinster Weise irgendeine Summe von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals angenommen."
Krach, der im Sommer 2025 von Hannover nach Berlin wechselte, wurde als Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September aufgestellt. Vorher war er als Regionspräsident tätig, von dem er sich für den Wahlkampf beurlauben ließ.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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