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Betrugsskandal: Ex-Polizist zu fast fünf Jahren Haft verurteilt

Markus S. · 13. August 2026, 14:10 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 39 Aufrufe
Betrugsskandal: Ex-Polizist zu fast fünf Jahren Haft verurteilt

Ein ehemaliger Polizist aus Berlin ist für seine Beteiligung an einer Betrugsserie zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Berlin an, einen Wertersatz in Höhe von rund 330.000 Euro einzuziehen.

Der 37-Jährige hatte nicht existierende Mietwohnungen angeboten, um sensible persönliche Informationen von den Interessenten zu erlangen und diese auf illegale Weise zu benutzen. Die Vorsitzende Richterin Christina von Bothmer betonte, dass der Angeklagte "hochprofessionell" agierte. Er wurde für schuldig befunden in 59 Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs sowie in neun Fällen des Computerbetrugs. Durch die Nutzung der Daten, hauptsächlich von jungen Menschen auf Wohnungssuche, führte er Taten mit ähnlichem Modus Operandi durch.

Der Prozess behandelte Betrugsdelikte, die zwischen September 2021 und September 2024 stattfanden. Der Angeklagte, der zuvor in der Betrugsbekämpfung tätig war, hatte ein „Betrugssystem“ entwickelt und die erbeuteten Gelder für seinen luxuriösen Lebensstil verwendet. Laut Berichten wurde er bereits im Juni 2022 im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren aus dem Polizeidienst entlassen.

Er soll immer wieder Wohnungen im Internet angeboten haben, die es nicht gab, und sich dabei als Angestellter von nicht existierenden Hausverwaltungen ausgegeben haben. Interessierte wurden per E-Mail aufgefordert, eine Selbstauskunft abzugeben.

Das Urteil beschrieb, dass der Betrug auf „drei Säulen“ basierte. Der Angeklagte eröffnete Bankkonten mit gestohlenen Daten, verschaffte sich Zugang und plünderte diese aus. Er leitete Gehälter unter falscher Identität um und schloss mit den erlangten Daten auch Diebstahlversicherungen ab, um angebliche Diebstähle zu melden und Geld zu kassieren. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von fünf Jahren gefordert, während der Verteidiger maximal viereinhalb Jahre beantragte. Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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