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Wieder rassistische Angriffe auf SPD-Abgeordneten Özdemir

Markus S. · 04. September 2026, 12:09 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Wieder rassistische Angriffe auf SPD-Abgeordneten Özdemir

Ein Wahlplakat des SPD-Abgeordneten Orkan Özdemir wurde erneut mit einer rassistischen Botschaft beschmiert. Dieses Mal prangt auf dem Plakat am Breslauer Platz in Friedenau der Spruch „Kanake raus“. Das Plakat zeigt den Sozialdemokraten und trägt den Slogan „Orkan verteidigt für dich die Demokratie".

Der Abgeordnete ist nach dem Vorfall kämpferisch eingestellt und äußert sich dazu: „Mich schockiert das nicht. Es bestätigt vielmehr, warum der Kampf für unsere Demokratie und gegen Rassismus heute wichtiger ist denn je.“ Özdemir, der für den Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 3 kandidiert, hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Erfahrungen gemacht. In den Wahlkämpfen 2021 und 2023 wurden seine Plakate ebenfalls mit rassistischen Parolen beschmutzt.

Er erklärt, dass es ein wiederkehrendes Muster gibt: „Das Muster ist immer dasselbe, meine Antwort auch: keine Angst, kein Rückzug, sondern mehr Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt.“ Özdemir sieht die Schmiererei als ein Zeichen für ein klimatisches Umfeld, in dem rassistische Hetze zunehmend die Grenze überschreitet. „Wer glaubt, Menschen wegen ihrer Herkunft einschüchtern zu können, hat unsere Demokratie nicht verstanden“, kommentiert der 43-Jährige.

Trotz der Angriffe will sich Özdemir nicht einschüchtern oder vertreiben lassen. Er zeigt sich fest entschlossen, sein Plakat nicht abzuhängen. „Rassisten bekommen von mir keine Angst. Sie bekommen Widerstand“, betont er, und ergänzt: „Demokratie verteidigt man genau dann, wenn Menschen versuchen, sie mit Hass und Einschüchterung anzugreifen.“

Orkan Özdemir ist seit 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und war zuvor zehn Jahre lang in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg tätig. Seine Engagements umfassen Mitgliedschaften im Ausschuss für Integration, Frauen und Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung sowie den Kampf gegen Rechtsextremismus.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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