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Stahnsdorf plant ein Viertel für Rocklegenden

Markus S. · 19. August 2026, 04:55 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Stahnsdorf plant ein Viertel für Rocklegenden

In Stahnsdorf, im Süden von Berlin, könnte ein neues Viertel entstehen, das ganz im Zeichen berühmter Rockmusiker steht. Anregungen von Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) zufolge sollen neun Straßen eines neuen Wohngebiets nach Rock ‚n‘ Roll-Legenden benannt werden. Dazu gehören namhafte Künstler wie Freddie Mercury, Tina Turner und John Lennon.

Albers betont, dass mit dem Hinzufügen moderner Musikgrößen das Ziel verfolgt wird, größere Vielfalt zu schaffen. Der Bürgermeister hebt hervor, dass auch viele weibliche Künstler berücksichtigt werden sollen, da sie in der bisherigen Namensgebung oft zu kurz gekommen sind. In Stahnsdorf sind bereits viele klassische Musiker durch Straßenbenennungen geehrt: Im Komponisten-Viertel finden sich Namen wie Beethoven, Bach und Chopin. Nun soll das Straßenbild durch Rockmusiker ergänzt werden, um einer einseitigen Namensgebung entgegenzuwirken.

Zu den Musikerinnen und Musikern, die in Stahnsdorf mit eigenen Straßen geehrt werden sollen, zählen auch Madonna, Aretha Franklin und Elvis Presley. Der Vorschlag sieht vor, dass die neuen Namen bestehende Planstraßen ersetzen. Die Liste der Straßen umfasst unter anderem den Debbie-Harry-Weg und die Madonna-Ciccone-Straße.

Die Gemeinde hat angekündigt, dass einige dieser Namen bereits in Deutschland existieren, während die fünf Musikerinnen sowie David Bowie bislang nicht geehrt wurden. In der Vergangenheit gab es in Berlin bereits Bestrebungen, eine Straße nach Bowie zu benennen, doch dieser Vorschlag wurde nicht umgesetzt. Der Musiker verbrachte in den 1970ern Zeit in Schöneberg.

Der Entwurf mit dem Titel „Stahnsdorf rockt“ wird nach der politischen Sommerpause ab dem 1. September in die Gremien eingebracht. Bürgermeister Albers denkt, dass die Entscheidung über die Straßennamen bereits fallen soll, bevor die Eckdaten des Bauprojekts im Bebauungsplan „Schmale Enden II“ vollständig festgelegt sind. "Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die Baugrundstücke bereit sind, aber die Namensfrage soll frühzeitig geklärt werden," fügt Albers hinzu.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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