Linke jetzt größte Partei in Berlin, überholt Grüne
Die Linke hat sich im Zuge eines starken Mitgliederzuwachses zur mitgliederstärksten Partei in Berlin entwickelt, und das im Wahljahr 2026. Wie eine Untersuchung der Deutschen Presse-Agentur aufzeigt, hat die Partei nunmehr etwa 18.000 Mitglieder und hat somit die Grünen von der Spitze verdrängt.
Laut Bjoern Tielebein, dem Landesgeschäftsführer der Linken, zählte die Partei am 30. Juni 17.843 Mitglieder, was einen Zuwachs von mehr als 2.000 Mitgliedern (12,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Aktuell ist die Zahl auf 18.338 angestiegen. "Im Schnitt gibt es aktuell täglich 20 Neueintritte", so Tielebein. Er betonte, dass die Linke jünger und weiblicher sei, und die Partei wachse weiter, was viel Schwung für den Wahlkampf zur Berlin-Wahl am 20. September verleihe.
Auf dem zweiten Platz liegen die Grünen. Diese Partei verzeichnete nach einem Mitgliederzuwachs im Jahr 2025 zuletzt einen Rückgang. Am 30. Juni hatte die Ökopartei 17.513 Mitglieder, was etwa 600 Mitglieder oder 3,4 Prozent weniger bedeutet als im Vorjahr, als die Zahl bei 18.133 lag. Jedoch gibt es von einer Sprecherin der Grünen positive Signale über eine sich abzeichnende Trendwende seit Beginn des Wahlkampfes.
Die SPD, langjährig die mitgliederstärkste Partei in Berlin, machte auf dpa-Anfrage keine aktuellen Angaben zur Mitgliederzahl. Zu Jahresbeginn hatte sie 17.673 Mitglieder ausgewiesen. Die CDU berichtete zum Halbjahresstichtag von 12.159 Mitgliedern, was einen Rückgang um 272 Mitglieder oder 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt (12.431).
Im Gegensatz dazu konnte die AfD ihre Mitgliederzahl von 1.908 auf 2.084 steigern (Stand Juni 2026). Ein Parteisprecher erklärte, dass dieses Mitgliederwachstum von neun Prozent die zunehmende Unterstützung widerspiegele. Bei der FDP zeigt der Trend nach unten. Laut Generalsekretär Peter Langer zählte die Partei am 30. Juni 3.370 Mitglieder, was 274 Mitglieder oder 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr bedeutet. Das junge Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verzeichnete hingegen einen Anstieg von 292 auf 1.090 Mitglieder.
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Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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