Mann im Dong-Xuan-Center mit Machete verletzt: Polizei sucht Zeugen
Nach einem Angriff auf einen 40-Jährigen im Dong-Xuan-Center hat die Polizei die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Dies bestätigte ein Sprecher der Behörde am Dienstagmorgen gegenüber der Berliner Morgenpost. Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 11.30 Uhr auf dem Gelände an der Herzbergstraße in Berlin-Lichtenberg, wobei das Opfer in ein Krankenhaus gebracht werden musste.
Der potenzielle Täter konnte zunächst fliehen, stellte sich jedoch um 14.25 Uhr bei einer Polizeistelle. Dieser 53 Jahre alte Verdächtige wurde daraufhin festgenommen, und kurz darauf erließ das Amtsgericht Tiergarten einen Haftbefehl gegen ihn.
Die 1. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin übernommen. Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Rekonstruktion des Vorfalls. Personen, die Informationen zur Tat oder zu den beteiligten Personen haben oder möglicherweise Bild- oder Videoaufnahmen vom Tatort gemacht haben, sind aufgerufen, sich unter der Telefonnummer (030) 4664-911111 oder per E-Mail zu melden.
Laut einem Bericht der „B.Z.“ wurde der Mann mit einer Machete angegriffen. Rettungskräfte fanden ihn mit schweren Verletzungen am Arm und starkem Blutverlust vor. Ein Polizeisprecher erwähnte gegenüber der Morgenpost, dass ein „messerähnlicher Gegenstand“ verwendet wurde. Während der ersten medizinischen Versorgung des Opfers fand zeitgleich ein großangelegter Polizeieinsatz mit über 100 Beamten statt, an dem auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) beteiligt war. Die Polizei konzentrierte sich dabei auf Halle 6, wo nach dem mutmaßlichen Angreifer und der Waffe gesucht wurde. Personen, die sich in dieser Halle aufhielten, wurden nach und nach herausgeführt und kontrolliert. Der gesamte Bereich wurde großflächig abgesperrt.
Das Dong-Xuan-Center, auch als „Deutschlands größter Asia-Markt“ bekannt, wurde 2005 gegründet und beherbergt rund 350 Geschäfte über sechs Hallen hinweg. Es bietet eine Vielzahl fernöstlicher Lebensmittel und Waren sowie Dienstleistungen an. Der Markt ist jedoch nicht nur ein Zentrum für kulturelle Vielfalt, sondern auch wiederholt Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen und polizeilichen Razzien.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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