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Massiver Wasserrohrbruch in Siemensstadt verursacht Gebäudeschäden

Markus S. · 29. September 2026, 13:02 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 5 Aufrufe
Massiver Wasserrohrbruch in Siemensstadt verursacht Gebäudeschäden

Ein heftiger Wasserrohrbruch hat am frühen Dienstagmorgen in der Siemensstadt für Chaos gesorgt. Auf der Ohmstraße und dem Wernerwerksdamm klebt brauner Matsch auf dem Boden, wodurch sich gefährliche Risse in den Hausfassaden gebildet haben. Ein Beamter der Berliner Polizei warnt: „Es kann sein, dass der Untergrund beim Abpumpen weiter nachgibt“, weshalb die Anwohner aufgefordert werden, die Straßen zu verlassen. Die Menschen müssen sich zwischen Feuerwehrfahrzeugen und Baggern einen Weg bahnen und über die gelben Schläuche springen, aus denen ununterbrochen Wasser fließt.

Die Lage ist schlimm, viele Keller stehen unter Wasser. „Es ist alles vollgelaufen“, berichtet eine Anwohnerin und fügt hinzu: „Da schwimmen die Kartons.“ Die Berliner Feuerwehr und die Berliner Wasserbetriebe (BWB) sind seit 2.30 Uhr im Großeinsatz. „Wir können nicht in unsere Wohnung, weil das Haus nicht standsicher ist“, berichtet ein weiterer Anwohner. Es ist unklar, wann die Bewohner zurückkehren dürfen.

Der Ursprung des Problems liegt in einer Baugrube auf dem Gelände des ehemaligen Siemens-Standorts. Hier ist ein Rohr geplatzt und tausende Kubikmeter Wasser sind ausgetreten. Dieses Wasser hat sich unterirdisch bis in den Hefnersteig und die Reisstraße verteilt. „Um sechs Uhr stand alles unter Wasser“, erzählt Anwohner Jörg Warkentin. Er macht auf die instabile Baustelle aufmerksam, die durch das viele Wasser abgesackt ist. BWB-Sprecher Stephan Natz erklärt, dass die Absperrmaßnahmen aufgrund des Schlamms Verzögerungen verursacht haben, weshalb das Leck erst spät gestoppt werden konnte.

Die Bautätigkeiten sind bereits kompliziert, da eine neue Hausanschlusspipeline, die kürzlich freigegeben wurde, betroffen ist. Der genaue Schadensort kann erst ermittelt werden, wenn das Wasser abgelassen wird. Verletzt wurde jedoch niemand während des Vorfalls.

Die Stromversorgung ist vorsorglich unterbrochen worden, um mögliche Kurzschlüsse zu vermeiden. „Nur kalt“, sagt einer der Anwohner frustriert über die begrenzte Trinkwasserversorgung. Die Situation betrifft auch Fahrzeuge, die von Schlamm befreit werden müssen. Anwohner Göki ist besorgt um seinen Wagen: „Ich habe Angst, zu starten, weil was kaputtgehen könnte“, erklärt er.

Der Einsatz der Feuerwehr mit Sandsäcken und einem Team von hundert Einsatzkräften wird voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern. Ein Statiker wurde ebenfalls hinzugezogen, da das Wasser große Mengen Sand und Erde an die Oberfläche gespült hat, was einige Häuser beschädigt hat. Aktuell besteht keine akute Einsturzgefahr, die Lage wird jedoch ständig analysiert.

Die Weiterarbeit in der unmittelbaren Umgebung ist stark beeinträchtigt. „Wir warten darauf, dass die Firma alles trocken macht, und bis dahin steht der Betrieb still“, sagt Janina, die in der Nähe arbeitet. Die Anwohner zeigen sich im Café und Restaurant besorgt, dass die Situation länger anhalten könnte und Fragen zu den Schadensersatzansprüchen aufwerfen. BWB-Sprecher Natz geht von mehr als 1200 Betroffenen aus und betont: „Das wird sich zu einem größeren Versicherungsfall entwickeln. Aber keiner wird auf seinem Schaden sitzen bleiben.“

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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