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Hunderttausende Obdachlosencamps in Berlin geräumt

Markus S. · 18. August 2026, 13:47 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Hunderttausende Obdachlosencamps in Berlin geräumt

In Berlin wurden seit Beginn des Jahres 2025 mehrere Hundert Obdachlosencamps und ähnliche Lager geräumt. Laut einer Antwort der Sozialverwaltung auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Abgeordneten Kristin Brinker an das Abgeordnetenhaus sind im Bezirk Mitte etwa 190 Camps betroffen, gefolgt von 110 in Tempelhof-Schöneberg, 54 in Friedrichshain-Kreuzberg und 14 in Pankow.

Darüber hinaus gab es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zwei Zeltlager, die insgesamt dreimal geräumt wurden, während in Steglitz-Zehlendorf ebenfalls eine Räumung stattfand. Die Erfassung dieser Camps erfolgt nicht einheitlich, sodass einige Bezirke keine genauen Zahlen angeben können. Die Antwort auf die Anfrage wurde am 4. Juni veröffentlicht.

Einige Zelte bleiben nur kurzfristig bestehen, während sich an gewissen Orten dauerhafte Camps herausgebildet haben. Ein Beispiel dafür ist die Lewishamstraße in Charlottenburg, wo bis zu 15 Personen untergebracht sind.

Die Kriterien für die Räumung eines Camps umfassen zunächst die Unterstützung der Betroffenen sowie die Vermittlung von Unterkünften, wie viele Bezirke berichten. Insbesondere der Bezirk Tempelhof-Schöneberg nennt dies als Voraussetzung für eine mögliche Räumung. Danach wird in jedem Einzelfall entschieden, ob das Camp geräumt oder geduldet wird. Faktoren wie die Nähe zu sensiblen Orten, Probleme mit Müll oder Beschwerden von Anwohnern spielen dabei eine Rolle.

Immer wieder werden bei den Bezirken Beschwerden eingereicht. Im Jahr 2025 gingen über die Website und die App des Ordnungsamtes rund 3280 Meldungen in der Kategorie „Grünanlagen/Park – Campieren/Zelten“ ein. Bis Ende April dieses Jahres wurden bereits rund 780 solcher Meldungen registriert.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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