Altes Museum in Berlin benötigt dringend Renovierung
Das Pergamonmuseum in Berlin bleibt aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen, während die Aufmerksamkeit auf das Alte Museum gerichtet wird, das ebenfalls sanierungsbedürftig ist. Marion Ackermann, die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, äußerte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, dass das Alte Museum „dringend auf die Liste muss, da mittlerweile Risse in den Wänden sichtbar sind“.
Das Alte Museum wurde 1830 vom Architekten Karl Friedrich Schinkel eröffnet und ist das letzte Gebäude auf der Museumsinsel, das eine umfassende Generalsanierung benötigt. Ackermann kündigte an, dass diese Sanierung für die 2030er Jahre vorgesehen ist. Die Museumsinsel zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und beherbergt auch das bekannte Pergamonmuseum, welches seit mehreren Jahren wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen ist.
Für den Sommer nächsten Jahres sind erste Teileröffnungen des Pergamonmuseums geplant, unter anderem wird der Saal mit dem berühmten Pergamonaltar wieder zugänglich sein. Ackermann versprach, dass der Altarsaal „unglaublich schön und anders erstrahlen“ wird, insbesondere durch die überarbeiteten Wandfarben und die wiederhergestellten Oberlichter, die das Tageslichtkonzept optimieren.
Das Museum für Islamische Kunst, das sich ebenfalls in dem Gebäude befindet, wird komplett neu gestaltet. Hierbei werden alle Sinne einbezogen, etwa im Aleppo-Zimmer, wo auch der Geruchssinn zum Tragen kommt. Die kulturellen Verbindungen im gesamten Mittelmeerraum sollen endlich sichtbar gemacht werden.
Die Sanierung des zweiten Teils des Pergamonmuseums wird voraussichtlich ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen, während die vollständige Eröffnung für 2037 geplant ist. Die geschätzten Kosten der Renovierung belaufen sich auf 1,5 Milliarden Euro. Neben diesen Arbeiten ist auch die Staatsbibliothek in der Nähe des Potsdamer Platzes von Sanierungsbedarf betroffen, wobei diese Institution ab 2030 für elf Jahre schließen soll.
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Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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