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Berliner Verwaltung: neue Koordinationsstelle nach Hackerangriff

Markus S. · 05. September 2026, 16:08 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Berliner Verwaltung: neue Koordinationsstelle nach Hackerangriff

Im Zuge der Aufarbeitung des kürzlichen Hackerangriffs auf Teile der Berliner Verwaltung wurde von der Senatskanzlei eine zusätzliche Koordinierungsstelle ins Leben gerufen. Diese wird von Florian Hauer, dem Staatssekretär für Digitalisierung, geleitet. Ziel dieser Stelle ist es, die Sichtung und Bewertung der entwendeten Daten zu koordinieren sowie den betroffenen Senatsverwaltungen dabei zu helfen, Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen umfassend zu informieren und zu beraten.

Laut der Senatskanzlei sind mehrere Institutionen an dieser neuen Einheit beteiligt, darunter das Berliner Landeskriminalamt, die betroffenen Senatsverwaltungen, die Landesdatenschutzbehörde, der Landesbevollmächtigte für Informationssicherheit sowie weitere Sicherheitsstellen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kündigte an: "Wir werden die betroffenen Beschäftigten, Berlinerinnen und Berliner so schnell wie möglich informieren, beraten und unterstützen." Der Austausch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes erfolgt intensiv. Christine Richter, Senatssprecherin, ergänzte, dass Betroffene in der Regel per Brief oder E-Mail kontaktiert werden. Dies betrifft auch Personen, die in den Unterlagen der Beschäftigten vermerkt sind.

Am Freitag wurden infolge des Cyberangriffs etwa 1,44 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Die Hackergruppe Rhysida hatte die Daten heimlich abgezogen und forderte ein Lösegeld in Höhe von 30 Bitcoin, was rund zwei Millionen Euro entspricht. Die forensischen Untersuchungen und Ermittlungen sind laut der Senatskanzlei weiterhin im Gange. Konkrete Informationen darüber, welche Daten von den Hackern veröffentlicht wurden, sind bisher nicht verfügbar.

Der IT-Experte Manuel Atug kritisierte das Land Berlin scharf und warf ihm vor, "grob fahrlässig" agiert zu haben, da seit längerem erhebliche Sicherheitslücken bekannt seien. Senatssprecherin Richter entgegnete, dass die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Angriff verschärft worden seien. "Welche weiteren strukturellen Konsequenzen notwendig sind, wird sich erst nach der Bewältigung der aktuellen Lage zeigen."

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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