Hackerangriff auf Berliner Senat: IT-Experte übt scharfe Kritik
Manuel Atug, ein IT-Experte, hat die mangelnde Cybersicherheit der Berliner Senatsverwaltung nach einem jüngsten Hackerangriff scharf kritisiert. Während einer Anhörung des Abgeordnetenhauses erklärte Atug, dass er und andere Fachleute übereinstimmend zu dem Schluss gekommen seien, dass Berlin in Bezug auf Cybersicherheit "sehr schlecht" aufgestellt sei.
Atug merkte weiter an, dass die Situation sich im Lauf der Jahre sogar verschlechtert habe. "Als man ein paar Jahre später uns noch einmal um ein Update bat, da man letztlich Maßnahmen ergriffen habe, mussten wir feststellen, dass die Cybersicherheit in Berlin noch schlechter geworden ist," so Atug im Gespräch mit dem RBB. Es sei bedauerlich, dass Verbesserungsvorschläge bislang nicht umgesetzt worden seien.
Ein weiterer Punkt der Kritik betraf die derzeitige Krisenkommunikation nach dem Angriff. Atug forderte eine klare Informationspolitik, die unter anderem die Einrichtung einer Webseite mit häufig gestellten Fragen und deren Antworten umfassen sollte. "Für gewöhnlich stellt man eine Webseite auf, wo man ein FAQ einsetzt," erläuterte er.
Am Montag hatte die Senatskanzlei bekannt gegeben, dass Teile der Berliner Senatsverwaltung von einem Hackerangriff betroffen sind. Zu den betroffenen Behörden zählen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Um weiteren Schaden abzuwenden, wurden beide bereits am Freitag vom Netz getrennt.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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