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Regenbogenbank in Berliner Gedenkstätte wird ersetzt

Markus S. · 09. September 2026, 08:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Regenbogenbank in Berliner Gedenkstätte wird ersetzt

Der Erinnerungsort für die Opfer des islamistischen Anschlags am Christopher Street Day (CSD) wird bald wieder durch eine Regenbogenbank bereichert. Wie das Bezirksamt Mitte bekanntgab, soll am kommenden Montag im Berliner Tiergarten eine neue Bank in den Farben des Regenbogens aufgestellt werden. Die vorherige Bank war in der Nacht zum 1. September von Unbekannten zerstört und die bunten Holzplanken abgerissen worden. Diese Bank symbolisierte eine offene und vielfältige Gesellschaft.

Zusätzlich wurde in der Nacht zum vergangenen Sonntag ein junger Ahornbaum an der Gedenkstätte ausgegraben. Das Bezirksamt äußerte sich optimistisch, dass der Baum gerettet werden kann. Am Dienstag wurde er erneut eingepflanzt und mit einer verstärkten Unterflurverankerung gesichert. Das Baumgitter wurde ebenfalls wieder angebracht und mit Erdankern fixiert.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) bezeichnete die Zerstörung als einen "Akt der Barbarei". Sie betonte, dass ein solcher Angriff auf diesen Gedenkort auch das dahinterstehende Zeichen von Vielfalt, Solidarität und dem Kampf gegen Hass angreife.

Der tragische Terroranschlag ereignete sich am 25. Juli, als der islamistische Täter mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge fuhr und anschließend mit einer Machete auf weitere Personen losging, bevor er flüchtete. Bei diesem Angriff wurde eine Frau getötet und 31 andere Personen teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde einen Tag später von der Polizei erschossen.

Zudem wurde in dieser Woche eine weitere Regenbogenbank am Innsbrucker Platz im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit schwarzer Farbe beschmiert. Diese Bank soll laut Bezirksamt im Laufe des Monats entfernt und ersetzt werden. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann (Grüne) erklärte: "Tempelhof-Schöneberg steht für Vielfalt, Respekt und ein Miteinander ohne Ausgrenzung" und hob hervor, dass die queere Community ein wesentlicher Bestandteil des Bezirks sei.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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