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Krisen-Arbeitsgruppe wegen Niedrigwasser in der Spree

Markus S. · 28. Juli 2026, 09:39 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Krisen-Arbeitsgruppe wegen Niedrigwasser in der Spree

Die Spree hat derzeit einen Wasserstand erreicht, der die Verantwortlichen in Berlin, Brandenburg und Sachsen besorgt macht. Um die Herausforderungen zu bewältigen, wurde eine länderübergreifende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Maßnahmen erarbeiten soll, um die Wassermenge zu erhöhen, berichtet das Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfUI).

Bereits seit Anfang Juni gilt für das mittlere Spreegebiet die niedrigste Wasserstandsstufe 1 von 3. Die anhaltende Trockenheit in den Winter- und Frühjahrsmonaten hat dazu geführt, dass die Talsperren, insbesondere im Oberlauf der Spree auf sächsischer Seite, nicht ausreichend gefüllt sind. „Zum Beginn des Sommers waren die Speicher im Spreegebiet nur zur Hälfte gefüllt“, erklärt das LfU. Diese unzureichenden Wasserreserven erschweren es, genügend Wasser in die Spree zu leiten und die kritische Lage zu entschärfen.

Besonders deutlich wird die Problematik an den Pegeln Leibsch Unterpegel (UP) und Große Tränke Unterpegel. Am Pegel Leibsch UP wurden seit Ende Mai lediglich 3,46 Kubikmeter Wasser pro Sekunde registriert. Nach vereinzelten Niederschlägen im Spreewald stieg dieser Wert Ende Juli immerhin auf knapp 4 Kubikmeter pro Sekunde an. Im Vergleich dazu lag der durchschnittliche Abfluss im Juli zwischen 1991 und 2020 am Pegel Leibsch UP bei 7,09 Kubikmetern pro Sekunde.

Um die Wasserverluste auszugleichen, setzen die Verantwortlichen vor allem auf die Talsperre Spremberg, die sich südlich von Cottbus befindet. In den kommenden Tagen soll mehr Wasser in die Spree abgelassen werden, bis der Pegelstand der Talsperre von derzeit 90,33 Metern über dem Meeresspiegel auf 90 Meter sinkt. Erst danach können notwendige Instandhaltungsarbeiten an der Talsperre durchgeführt werden. Die neu gebildete Arbeitsgruppe wird sich damit beschäftigen, wie die weiteren Schritte aussehen und wie viel Wasser aus welchen Speichern abfließen kann.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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