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Ein Urteil, das die Räumung der AfD-Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, erzwang, hat zu einer Veränderung geführt.

Julian K. · 29. September 2026, 14:21 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 7 Aufrufe
Ein Urteil, das die Räumung der AfD-Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, erzwang, hat zu einer Veränderung geführt.

Die AfD befindet sich in einer seltsamen Situation: Ihre Mitarbeiter müssen die Bundeszentrale räumen und vorerst von zu Hause aus arbeiten, wie das Landgericht Berlin entschieden hat. Die meisten Büros im Berliner Bezirk Reinickendorf werden bis zum 30. September 2026 geräumt sein.

Ein Parteisprecher, der ebenfalls von zu Hause aus arbeitet, sagt, man sei weiterhin auf der Suche nach neuen Büroräumen. Auch andere Mitarbeiter haben in dieser Zeit auf Homeoffice umgestellt.

Auslöser für diese Situation war ein Vorfall im Zusammenhang mit der Bundestagswahl im Februar 2025, als die AfD ein Bürogebäude gemietet hatte, in dessen Innenhof sie ihre Wahlparty veranstaltete. Der Vermieter sah sich gezwungen, den Mietvertrag mit der Partei zu kündigen, da die Innenhofbereiche nicht Bestandteil des Mietvertrags waren und das Gebäude während der Party mehrere Stunden lang von der Polizei für die Öffentlichkeit gesperrt wurde.

Das Landgericht Berlin entschied im vergangenen September, dass die AfD verpflichtet sei, den Großteil der Räumlichkeiten spätestens bis zum 30. September und den Rest der Räumlichkeiten spätestens bis zum 31. Dezember zu räumen. Ursprünglich sollte der Mietvertrag erst ein Jahr später auslaufen.

Die Adresse „Eichhorster Weg 80, 13435 Berlin“ ist nach wie vor im Impressum auf der Website der AfD zu finden. Doch die Partei sucht schon seit Langem nach einem zentraleren und repräsentativeren Standort in Berlin, was sich als Herausforderung erweist – ebenso wie die Suche nach geeigneten Veranstaltungsorten für Parteitage.

In den letzten Monaten gab es wiederholt Anfragen nach Informationen über die neue Immobilie, die jedoch ignoriert wurden. Die Auswahlliste enthält keine Informationen zu Immobilien. Die Zeitung „Bild“ hatte vor einigen Monaten über eine angrenzende Büroetage in Berlin-Mitte berichtet, die eine Fläche von 1.600 Quadratmetern umfasste, jedoch nicht von der AfD selbst, sondern von ihrer Tochtergesellschaft angemietet worden war.

Dieser Mietvertrag wurde in Parteikreisen vereinbart, doch es hieß, dass dort keine AfD-Schilder angebracht werden sollen. Welche Aufgaben die dort tätigen Personen übernehmen werden, ist nicht bekannt. Ein weiterer Mieter, Oxfam, hat bereits Bedenken hinsichtlich des Einzugs der AfD geäußert.

Das Projekt „Mitte Loves Diversity“ hat für diesen Mittwoch zu einer Protestaktion aufgerufen, bei der dem Vermieter eine Petition gegen den Einzug der AfD überreicht werden soll. Zudem sucht die AfD weiterhin verzweifelt nach einer neuen Bundesgeschäftsstelle, die als Hauptquartier und Veranstaltungsort für wichtige Parteitage dienen soll.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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