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Einzigartige Erlebnisse im Gussower Erlebniscamp

Markus S. · 08. August 2026, 06:19 Uhr · 4 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Einzigartige Erlebnisse im Gussower Erlebniscamp

Im brandenburgischen Naturpark Dahme-Heideseen haben die siebenjährige Emma und ihr neun Jahre alter Bruder Emin neun Goldstücke im Wald entdeckt. An einem Tisch auf einem Hügel im Gussower Erlebniscamp stehen sie nun und möchten das Gold gegen eine Münze eintauschen. „Das reicht leider noch nicht“, erklärt die Teamerin Josephine, „eine Münze kostet zehn Goldstücke.“ Fleißig läuft Navid herbei, der wie Emma und Emin zum grünen Team gehört und das fehlende Stück mitbringt. Gemeinsam erhalten die drei Kinder ihre Münze, freuen sich und rennen den Hügel hinunter in den Wald.

In diesem Erlebniscamp können die Kinder durch den Tausch von Kupfermünzen allerlei Dinge erwerben, die für ihre Teammissionen nötig sind. Team Grün bereitet eine Zeitreise vor, während Team Rot versucht, mit Aliens zu kommunizieren. Alle Kinder sind durch einen Blitzschlag in eine Parallelwelt geraten und müssen sich nun schnell auf den Weg zurück nach Gussow machen.

Dienstagnachmittag beim Gussower Erlebniscamp (GEC) der Berliner Stadtmission am Dolgensee: 41 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren nehmen am aufregenden Goldgräberspiel teil. „Unser Vater war als Kind auch hier und hat uns von diesem Spiel erzählt“, berichten Emma und Emin. Der mittlerweile 32-Jährige hatte seinen Kindern empfohlen, während der Sommerferien in das Feriencamp der Berliner Stadtmission zu kommen. Das Goldgräberspiel ist im Camp besonders beliebt.

Die Kinder verbringen den Sommer mit vielen Aktivitäten: Sie baden im Dolgensee, paddeln im Kanu, machen Sport und erkunden den Wald. Der Vormittag ist für Bastelstunden reserviert, in denen sie Schmuck herstellen, mit Bügelperlen arbeiten oder Holzfrühstücksbrettchen mit einem Lötkolben gestalten. Auf dem Campgelände gibt es auch Möglichkeiten zum Volleyball- und Fußballspielen.

Nach dem Mittagessen und einer Ruhepause steht wieder das Goldgräberspiel auf dem Plan. Viele der Kinder sind bereits wiederholt dabei, so wie Anna und Senna, die vor dem Essen Schmuckarmbänder gebastelt haben und nun über das weiche Moos sprinten. Sie müssen aufpassen, denn einige Zwerge sind unterwegs, um ihnen das Gold zu stehlen.

Teamer Elias, einer der Zwerge, hat eine Strategie entwickelt: „Ich bilde mit den anderen Teamern ein Dreieck, um mehr Goldgräber zu fangen“, erklärt er. Seine Taktik zeigt bereits Wirkung – er hat Alena abgefangen, die um ihr Gold verhandeln möchte: „Wollen wir Schnick-Schnack-Schnuck spielen?“ Der Zwerg Elias lässt sich darauf ein und verliert. Alena behält ihre Goldstücke und läuft weiter.

Im Sommercamp werden Freundschaften geschmiedet, die ein Leben lang halten können. Der 18-jährige Elias war schon als Grundschüler im Camp und ist nun Teamer geworden, um anderen Kindern unvergessliche Ferien zu ermöglichen. „Das Gussower Erlebniscamp ist für mich wie eine Familie. Die Menschen hier sind meine Freunde geworden,“ sagt er.

Auch Teamerin Monique hat 2014 als Elfjährige ihre Ferien im GEC verbracht. Sie erinnert sich fondly an die herzliche Atmosphäre und die Liebe, die von den Mitarbeitenden ausgegangen ist: „Hier konnte ich einfach ein Kind sein – anders als zu Hause, wo ich meine alleinerziehende Mutter unterstützen wollte.“ Auch heute noch blickt sie gerne auf die alten Postkarten zurück, die sie am Ende des Camps erhielt: „Da standen viele ermutigende Dinge drauf.“ Diese Tradition wird auch heute noch praktiziert: Am letzten Abend des Camps schreiben die Camp-Leiterinnen Emma und Ellie mit dem Team auf, was sie an jedem Kind besonders schätzen.

Bevor die Jugendlichen als Betreuer starten, werden sie von der Stadtmission in Kinderschutz, Gruppenleitung und Kommunikation geschult. Für die vierte Ferienwoche, in der Kinder von 13 bis 19 Jahren ins Camp kommen, hat Monique sich erneut freigenommen. „Familien, die sich eine Woche Urlaub nicht leisten können, profitieren von den Urlaubspatenschaften“, sagt sie. Rund ein Drittel aller Teilnehmer ist in diesem Sommer darauf angewiesen.

So können Sie helfen: Mit einer Spende von 190 Euro können Sie einem Kind eine Woche Ferien am Dolgensee ermöglichen. Unterstützen Sie die Berliner Stadtmission unter: Berliner helfen e.V., IBAN DE73 3702 0500 0003 3071 00, Verwendungszweck „Urlaubspatenschaft“. Weitere Infos zu den Ferienprogrammen der Berliner Stadtmission finden Sie auf deren Webseite.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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