Ölspuren sorgen für Stau auf der A111 – Beseitigung dauert länger
Seit Montagnachmittag sind Teile der Autobahn A111 gesperrt, nachdem ein Schwertransporter etwa 300 Meter vor der Ausfahrt Waidmannsluster Damm in Reinickendorf Öl verloren hat. Ursächlich für das Unglück war ein geplatzter Schlauch. Der Abschnitt zwischen den Ausfahrten Schulzendorfer Straße und Waidmannsluster Damm bleibt in Richtung Innenstadt weiterhin gesperrt.
Eine Sprecherin der Berliner Polizei erklärte, dass es sich bei dem ausgelaufenen Öl um Hydrauliköl handelt, das besonders haftend ist. Der Transporter hatte einen Kran geladen, wobei Hydrauliköl nicht nur zur Schmierung, sondern auch zur Kraftübertragung in Bremsen eingesetzt wird. Die Substanz ist zudem besonders widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen und Druck.
Die Beseitigung des Öls erfolgt im Auftrag der bundeseigenen Autobahn GmbH durch ein spezialisiertes Unternehmen. Laut Autobahnsprecher Ralph Brodel besteht die Hoffnung, dass der Verkehr am Mittwochmorgen wieder freigegeben werden kann.
Die Reinigung gerät allerdings zur Herausforderung: „Das Öl erstreckt sich über eine Strecke von zwei Kilometern“, erläuterte Brodel. Eine Chemikalie wurde aufgetragen, die einwirken sollte, und mehrere Durchgänge mit einem überdimensionierten Nass-Staubsauger wurden durchgeführt. Dennoch hatte das Öl nur teilweise auf die Chemikalie reagiert. Nach mehreren erfolglosen Reinigungsversuchen wird nun eine andere Chemikalie getestet, um die Situation zu verbessern. „Im Zweifel wird die ganze Nacht durchgearbeitet“, fügte Brodel hinzu.
Durch die Sperrung hat sich nördlich der Ausfahrt Schulzendorfer Straße ein erheblicher Rückstau gebildet. Die Verkehrsinformationszentrale auf Bluesky meldet eine Verlängerung der Fahrzeit um rund zwei Stunden. Die Abfahrt Stolpe gilt als die letzte freie Ausfahrt für Verkehrsteilnehmer.
Viele Autofahrer versuchen, die Sperrung zu umgehen, indem sie an der Schulzendorfer Straße abfahren und die Ruppiner Chaussee nutzen, die parallel durch den Tegeler Forst verläuft und normalerweise für den regulären Verkehr gesperrt ist. Die Polizeisprecherin bat die Fahrer eindringlich, dies zu unterlassen: „Es ist besser, in Stolpe abzufahren und die Hennigsdorfer Straße nach Berlin zu benutzen.“ Der Stau zieht sich inzwischen bis zur Anschlussstelle Stolpe, und auch auf den Umfahrungsstrecken in Hennigsdorf, Frohnau und Hermsdorf sind Staus zu verzeichnen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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