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Stefan Evers bleibt gelassen trotz Provokationen bei der Wahl

Julian K. · 20. September 2026, 11:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 21 Aufrufe
Stefan Evers bleibt gelassen trotz Provokationen bei der Wahl

Am Wahltag wurde die Stimmabgabe in Berlin von verschiedenen Ereignissen geprägt. Stefan Evers, der Spitzenkandidat der CDU, gab seine Stimme in der Emmanuel-Lasker-Schule im Rudolfkiez ab. Vor der Schule befanden sich Obdachlose, die eine Journalistin provozierten, was jedoch nicht kategorisch negativ wahrgenommen wurde – ein Fotograf kommentierte trocken: "Das ist halt Berlin."

Als Evers ankam, fiel er mehrmals beleidigenden Bemerkungen entgegen. Doch der CDU-Politiker reagierte gelassen und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Auf einen Anruf eines wartenden Mannes, der sich als Punk identifizierte, antwortete Evers, dass er nichts gegen Punkrock habe und einen besseren Standort für die „Potse“ vorschlagen könne. Seiner Ansicht nach sollten Personen, die nicht mit den Herausforderungen der Berliner Politik umgehen können, besser nicht in der Politik tätig sein.

In Reinickendorf erwarteten die Wähler eine etwas ungewöhnliche Kulisse beim Abstimmen. Das Wahllokal 224 befindet sich in einem Fitnesscenter am Rand des ehemaligen Flughafens Tegel. Michael Drescher, ein Mitglied des Wahlvorstands, berichtete von einem guten Ablauf und einer hohen Wahlbeteiligung bis zur Mittagszeit.

Die AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker gab ebenfalls ihre Stimme ab, gut gelaunt in einem Steglitzer Wahllokal. Währenddessen bleibt die Wahl laut der Berliner Polizei weitgehend ruhig. Ein Polizeisprecher erklärte, dass es vereinzelt zu Sachbeschädigungen gekommen sei, die jedoch den Ablauf der Wahl nicht beeinträchtigten. Die Einheiten waren damit beschäftigt, illegal aufgehängte Plakate zu entfernen, die in der Nähe von Wahllokalen nicht erlaubt sind.

In einem Charlottenburger Wahllokal wurde der Betrieb ebenfalls von den Wahlhelfern gut organisiert, und auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen wurden unterstützt. Zudem hat das europäische Recht es Bürgern anderer EU-Staaten ermöglicht, an Gemeindewahlen in Berlin teilzunehmen, was auch eine Wählerin ohne deutschen Pass in Lichtenberg in Anspruch nahm.

Wahlleiter Stephan Bröchler stellte fest, dass der Wahltag bisher ruhig verlief, bis auf einige kleinere Vorfälle und Verzögerungen in einzelnen Wahllokalen, wie etwa in der Wilhelm-Busch-Grundschule, die verspätet öffnen konnte. Auch das Auftauchen von Graffiti gegen die AfD in Steglitz wurde registriert und entfernt. Überall in der Stadt nehmen die Berlinerinnen und Berliner aktiv an der Wahl teil, wobei einige sogar Kuchen für die Wahlhelfer mitbrachten.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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