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Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz: Dringender Handlungsbedarf

Markus S. · 17. Oktober 2026, 04:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 17 Aufrufe
Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz: Dringender Handlungsbedarf

Der Hermann-Ehlers-Platz, auch bekannt als Hermann-Elend-Platz, ist in einem bedenklichen Zustand und wartet seit Jahren auf eine Sanierung, die bisher nicht stattgefunden hat. Gegenwärtig wird der Platz lediglich für den Wochenmarkt genutzt, während sich andere Menschen ungern dort aufhalten. Ausnahme bilden die Personen, die täglich auf dem Platz zusammenkommen, oft aufgrund von Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit oder Einsamkeit. Sie finden dort etwas Halt, auch wenn sie oftmals mit einem Bier in der Hand dastehen.

Leider wird die Gruppe von Passanten oft ignoriert, und wenn es zu Störungen kommt, wird schnell von „Assis“ und „Pennern“ gesprochen. Tanja, eine der Betroffenen, will nicht, dass ihre Situation so gesehen wird. Sie und ihre Mitstreiter wünschen sich einen warmen und trockenen Ort, und fordern diesen vom Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Das Problem ist, dass viele Menschen in dieser Gruppe nicht einer bestimmten Alterskategorie zugeordnet werden können. Jüngere sind zu alt für Jugendfreizeitheime, ältere hingegen zu jung für Seniorenstätten. Die 30- bis 50-Jährigen stehen oft ohne Angebote da. Für sie bleibt oft nur der öffentliche Raum als Rückzugsmöglichkeit. Der Zustand des Hermann-Ehlers-Platzes bietet einen Einblick in die soziale Schere zwischen Wohlstand und Bedürftigkeit im Bezirk. Das Versuch eine Lösung zu finden, indem man die Menschen einfach wegschiebt, wird dem Problem nicht gerecht. Wärmestuben oder Obdachlosenheime sind kurzfristige Maßnahmen, die langfristige Lösungen nicht ersetzen können.

Die Forderungen der Gruppe sind einfach: Sie wünschen sich ein Dach über dem Kopf und einen kostenfreien Raum in Steglitz, idealerweise ausgestattet mit Kickertischen, Dart, Billard, Duschen und Toiletten. Tanja betont, dass der Bezirk sich nicht hinter finanziellen Ausreden verstecken sollte. Es reicht nicht, einfach neues Pflaster, Grünflächen und Wasserspiele zu installieren; diese Maßnahmen werden die Probleme am Hermann-Ehlers-Platz nicht wirklich lösen.

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Markus S.

Ăśber den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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