17.10.2026 | Berlin 12 °C Regen | AQI 19 gut
Hauptstadt Report
Politik

Zehntausende in Berlin für Zusammenhalt und gegen Extremismus

Markus S. · 12. September 2026, 15:21 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 27 Aufrufe
Zehntausende in Berlin für Zusammenhalt und gegen Extremismus

Seit Samstagmittag haben in Berlin zehntausende Menschen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Sie zogen in mehreren Demonstrationszügen aus verschiedenen Stadtteilen zum Roten Rathaus, wo am Nachmittag gegen 16 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfand. Laut Veranstaltern nahmen 35.000 Menschen an der Aktion teil.

Drei der Demonstrationszüge vereinten sich auf der Straße Unter den Linden, darunter ein Zug von Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden, der soziale Teilhabe für alle forderte. Ebenso nahmen verschiedene Initiativen gegen Rechts an der Veranstaltung teil, darunter das Bündnis Die Vielen, das aus Kulturschaffenden besteht. Auf Transparenten waren Zusammenhänge zwischen der AfD und Themen wie Menschenrechtsschutz abgebildet. „Bundesrat, mach uns einen Prüfantrag“, sangen die Demonstranten, während Plakate mit der Aufschrift „Menschenrechte statt rechte Menschen“ zu sehen waren. Auch Regenbogenflaggen wurden geschwenkt.

Die Kulturschaffenden brachten unter dem Motto „Die Kultur bleibt frei“ ihre Forderungen nach Demokratie und Menschenrechten zum Ausdruck. Die verschiedenen Demozüge zogen untereinander zum Roten Rathaus.

Vor dem Roten Rathaus versammelten sich tausende Menschen, um ihre Stimmen gegen die AfD und Rechtsextremismus zu erheben. Zudem wurden eine Vielzahl anderer Anliegen laut, wie die Forderung nach einem AfD-Verbot und bezahlbaren Mieten. Ivonne, eine Teilnehmerin, äußerte: „Es ist nur noch eine Woche bis zur Wahl und wir haben das Gefühl, dass sich nicht nur ein bisschen etwas ändern muss - wir brauchen eine ganz neue Politik.“

Neben den Themen Mieten und soziale Gerechtigkeit sprachen die Teilnehmer auch den Klimaschutz an. Anja, eine weitere Demonstrantin, erklärte: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir da im Vergleich zu anderen Ländern einfach rückschrittiger sind“, was zu Zukunftsängsten führe. „Und letzten Endes wollen wir nicht von Rechtsradikalen regiert werden“, fügte Ivonne hinzu.

Ein Vorfall ereignete sich, als ein einzelner Demonstrant mit einer Deutschlandflagge vor dem Roten Rathaus auftauchte. Dies führte schnell zu Diskussionen unter den Demoteilnehmern. Ordner wurden gerufen, um den Demonstranten zum Verlassen der Demo zu bewegen. Schließlich eskalierte die Situation, als er eingekreist und bedrängt wurde; seine Flagge wurde ihm schließlich entrissen.

Artikel teilen mit:

Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben