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Verdi-Streik droht Einzelhandel in Berlin und Brandenburg

Julian K. · 30. September 2026, 10:06 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Verdi-Streik droht Einzelhandel in Berlin und Brandenburg

Wer an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit und dem anschließenden Wochenende einkaufen möchte, könnte am 1. und 2. Oktober auf Schwierigkeiten stoßen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg zum Streik aufgerufen.

Ziel des Streiks ist es, die Arbeitgeber unter Druck zu setzen, bevor am 9. Oktober die nächste Verhandlungsrunde stattfindet. Laut einer Mitteilung von Verdi ist für den 1. Oktober um 11:30 Uhr eine Kundgebung auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg geplant. Dort werden neben Silke Zimmer, der Bundesvorstandsvorsitzenden von Verdi, auch Ines Schwerdtner, die Bundesvorsitzende der Linken, zu Wort kommen.

Verdi fordert eine Übernahme der in Nordrhein-Westfalen am 26. August ausgehandelten Ergebnisse, die unter anderem deutlich erhöhte Löhne und einen Einstiegslohn von 14,90 Euro vorsehen. Außerdem sollen die besonderen Anforderungen in Berlin berücksichtigt werden, um zu gewährleisten, dass kein Arbeitnehmer aufgrund einer Ausnahmeregelung unter diese Lohnuntergrenze fällt. Verdi empfindet diese Einstiegslöhne als das Mindestmaß für anspruchsvolle Positionen im Einzelhandel.

Ebenfalls kritisiert wird, dass die Tarifverhandlungen in Berlin und Brandenburg mit drei Monaten Verspätung im Vergleich zum Rest des Landes beginnen. Dies stellt bereits einen Nachteil für die Beschäftigten in der Region dar. Verdi sieht die Notwendigkeit, die Laufzeit des Tarifvertrags zu verkürzen, um die Branche für jüngere Arbeitnehmer attraktiver zu gestalten. Bei der letzten Einigung in Berlin wurde bereits eine Verkürzung um einen Monat erreicht, und Verdi fordert die Unternehmen auf, diesen Trend fortzusetzen.

„Wir haben klare Erwartungen: Die Beschäftigten in Berlin und Brandenburg sollen nicht benachteiligt werden im Vergleich zu ihren Kollegen in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Conny Weißbach, Verhandlungsführerin von Verdi für die Region. Sie betont, dass ein Einstiegslohn von 14,20 Euro pro Stunde für 2026 und 14,90 Euro für 2027 unbedingt notwendig sei. „Wir sind bereit, einen fairen Abschluss zu erreichen, aber nicht um jeden Preis. Für Berlin und Brandenburg gibt es keine Rabatte!“, fügte Weißbach hinzu.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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