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Umgestaltung des Dorfangers Bohnsdorf: Verkehr betroffen

Markus S. · 12. August 2026, 10:06 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Umgestaltung des Dorfangers Bohnsdorf: Verkehr betroffen

Heute beginnt die lang geplante Umgestaltung des Dorfangers in Bohnsdorf, die sowohl klima- als auch denkmalgerecht umgesetzt wird. Laut Mitteilung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick fällt der Startschuss für das Projekt mit den Arbeiten am Dorfteich. Zunächst werden Oberflächen, Bäume und verschiedene Einbauten geschützt und provisorische Zugangswege zum Teich angelegt.

Das Bezirksamt erklärte, dass für die Bauarbeiten einige Bereiche des Dorfangers als Lagerflächen benötigt und dafür abgesperrt werden müssen. Nachdem der Rohrkolben, eine Schilfpflanze, aus dem Teich entfernt wurde, beginnen die Erdarbeiten. Die denkmalgerechte Instandsetzung des Wiegehäuschens und der Waagegrube ist für Ende August vorgesehen. Bereits seit Jahresbeginn finden Vorbereitungsschritte statt, in deren Rahmen Bäume gefällt wurden, um den Uferweg in seiner historischen Form gestalten zu können. Der Teich wurde ebenfalls mit Wasser gefüllt.

Die gesamte Umgestaltung des Dorfangers wird bis Ende 2027 dauern. Umweltstadträtin Claudia Leistner (Grüne) äußerte sich positiv über das Projekt und betonte die historische Bedeutung des Ortes: "Der Dorfanger Bohnsdorf ist ein besonderer Ort mit Geschichte und großer Bedeutung für den Kiez. Mit der Umgestaltung investieren wir in den Erhalt eines wertvollen Denkmalensembles und machen den Dorfanger zugleich fit für die Herausforderungen des Klimawandels". Sie sieht den Dorfanger als ein „Kleinod“, das wiederbelebt werden sollte.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Bauarbeiten ursprünglich bereits 2025 beginnen sollten, sich jedoch aus verschiedenen Gründen verzögerten. Das Bezirksamt nannte unter anderem die umfangreichen Abstimmungen zur Regenwasserbewirtschaftung mit den Berliner Wasserbetrieben und Forderungen der Denkmalschutzbehörden als Gründe. Zudem mussten die Gutachten zur Denkmalpflege und zum Gewässer ein zweites Mal ausgeschrieben werden, da beim ersten Versuch keine Angebote eingegangen waren.

Auf Autofahrer kommen während der Bauarbeiten erhebliche Einschränkungen zu. Um die Baustelle einzurichten, wird der Parkplatzstreifen auf der Nordseite des Angers für die Öffentlichkeit gesperrt. Auch das Parken vor dem Wiegehäuschen ist während der Bauzeit nicht erlaubt, und die Sitzbänke auf dem Dorfanger werden bis zur Fertigstellung des Projekts nicht genutzt werden können.

Die Notwendigkeit dieser Umgestaltung ergibt sich aus dem schlechten Zustand des Dorfangers und des Teiches, die nun ökologisch aufgewertet und barrierefrei zugänglich gemacht werden sollen. Für die Maßnahmen wurden 3,3 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ genehmigt, wobei das Bezirksamt zehn Prozent selbst finanziert.

Die Hauptarbeiten werden aufgrund von Genehmigungsfristen voraussichtlich im Herbst in größerem Umfang begonnen, was eine teilweise Sperrung der Straße „Dorfplatz“ zur Folge haben wird. Eine Wanderbaustelle mit Ampelanlage ist in Planung. Während der Arbeiten kann es auch zu Einschränkungen wie der Verlegung der örtlichen Bushaltestellen kommen, über die zu gegebener Zeit informiert werden soll.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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