Zukunft der Westernstadt in Spandau gesichert: Sechs weitere Jahre
In der Westernstadt „Old Texas Town“ in Spandau fand kürzlich ein entscheidendes Treffen statt, an dem neben dem Vereinsleiter Ralf Keber und dem Schatzmeister des Cowboy Club Old Texas Berlin 1950 e.V. auch Dr. Jochen Ehlers, Geschäftsführer der Grundstückseigentümer, sowie Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) und Bezirksstadtrat für Bauen, Thorsten Schatz (CDU) teilnahmen.
Statt mit Pistolen in der Hand, präsentierten die Anwesenden eine Einigung, die der Westernstadt für die nächsten sechs Jahre einen Verbleib am Standort an der Paulsternstraße sichert. Die bestehenden Pachtverträge bleiben weiterhin in Kraft. Ralf Keber äußerte sich erleichtert: „Das ist eine große Erleichterung für Mitglieder und Besucher.“ Er bedankte sich besonders bei Bewig für die engagierte Moderation der Verhandlungen.
Die Zukunft von „Old Texas Town“ war mehr als ein Jahr lang ein heiß diskutiertes Thema. Seit 1968 ist diese Westernstadt im Westen Berlins ansässig, doch in letzter Zeit gab es erheblichen Streit über die weitere Nutzung des Geländes. Der Pachtvertrag lief im August 2025 aus, und die Eigentümer planten eine gewerbliche Nutzung, die durch die städtischen Planungen für ein „Sondergebiet Westernstadt“ behindert wurde. Trotz einer eingereichten Räumungsklage durch die Unternehmensgruppe Dr. Aldinger & Fischer kämpften der Verein und der Bezirk Spandau für den Standort.
Der neue Vertrag eröffnet der „Old Texas Town“ nun bis 2032 eine Fortsetzung am gewohnten Platz. Der Bezirksbürgermeister Bewig erklärte, dass der Verein sechs weitere Sommersaisons nutzen kann. Eine einvernehmliche Lösung wurde schließlich gefunden. Was jedoch nach dieser Frist mit dem Cowboy Club Old Texas geschehen wird, ist ungewiss. „Wenn das jetzt abläuft, dann ist hier Schluss“, äußerte sich Keber besorgt. Er betonte, dass ein Umzug an einen neuen Standort für den Verein, der auf ehrenamtlicher Basis arbeitet, herausfordernd wäre.
Für die zukünftige Entwicklung des Gebietes soll laut Bewig eine Einigung zwischen Bezirk und Eigentümer erzielt werden, die verschiedene Freizeit- und Erlebnisangebote sowie innovative Nutzungsmöglichkeiten vorsieht. Der genaue Plan für das Jahr 2033 ist derzeit noch unklar. Bezirksstadtrat Schatz kündigte an, dass man eine künftige gemeinsame Nutzung des Grundstücks festlegen wolle, wobei die Freizeitnutzung im Vordergrund stehen soll; Wohnnutzung ist ausgeschlossen.
Ein Rechenzentrum oder eine Bowlingbahn stehen zur Debatte, während Tankstellen, Spielhallen und Bordelle an der Paulsternstraße laut der Vereinbarung ausgeschlossen sind. Geschäftsführer Ehlers bekräftigte, dass eine faire Lösung für beide Seiten gefunden wurde und diese den Bedürfnissen des Vereins sowie der Unternehmensgruppe Rechnung trägt. Die Spandauer Bevölkerung kann sich also auf die lebendigen Attraktionen in „Old Texas Town“ freuen — für weitere sechs Jahre!
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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