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Für die Berlin-Wahl 2026: Wahlomat-Alternativen im Überblick

Markus S. · 15. September 2026, 10:12 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 6 Aufrufe
Für die Berlin-Wahl 2026: Wahlomat-Alternativen im Überblick

Der Wahlomat wird allgemein als das Maß aller Dinge angesehen: Wer sich vor der Berlin-Wahl 2026 einen schnellen Überblick über die Positionen der Parteien verschaffen möchte, kommt an diesem interaktiven Instrument nicht vorbei. Nutzer müssen 38 Thesen beantworten, die letztendlich zu einer fundierten Wahlempfehlung führen. So erhält man Anreize, sich intensiver mit den Programmen und Versprechen der einzelnen Parteien auseinandersetzen zu können. In diesem Jahr wurde der Berliner Wahlomat am 24. August bereitgestellt, etwa drei Wochen vor der Wahl, die am 20. September stattfindet. Der Wahlomat ist unter www.wahl-o-mat.de erreichbar.

Alternativen zum Wahlomat bietet der „WahlSwiper“, der auf einem ähnlich strukturierten Format beruht, aber die Wischtechnik, die aus der App „Tinder“ bekannt ist, nutzt. Auch hier müssen 38 Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden, wobei Fragen übersprungen oder unterschiedlich gewichtet werden können. Diese Fragen decken alle relevanten politischen Bereiche ab, darunter Bildung, Sicherheit, Digitalisierung, Migration, Kultur und Medien, Umwelt sowie Verkehr. Bei der Auswertung haben die User die Möglichkeit, aus allen zur Wahl anstehenden Parteien auszuwählen oder einzelne Parteien auszuschließen. Die Übereinstimmungen der Antworten werden anschließend aufgelistet. Die Fragen wurden, selon den Betreibern, in Zusammenarbeit mit Politikwissenschaftlern der Universität Freiburg entwickelt. Die Parteien erhalten einen Fragebogen, auf den sie ihre Antworten sowie die entsprechenden Begründungen zurücksenden.

Eine andere Option ist der „Party-Check“, den die Universität Potsdam als „wissenschaftliche Alternative“ angepriesen hat. Dieses Tool basiert auf der neutralen Analyse von unabhängigen Politik-Experten und soll eine sinnvolle Ergänzung zum Wahlomat bieten. Aktuell steht der „Party-Check“ jedoch noch nicht für die Berlin-Wahl 2026 zur Verfügung.

Eine soziale Perspektive bietet der „Sozial-O-Mat“, der von der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz herausgegeben wurde. Dieser legt den Fokus auf Themen wie Wohnen, Gesundheit, Pflege, Armut, Gesellschaft sowie Migration und Integration. Eine der 20 Thesen lautet beispielsweise: „Über 17.500 Kinder sind in Berlin wohnungslos. Familien sollen nicht durch Zwangsräumung ihre Wohnung verlieren.“ Nutzer erhalten auch hier eine Liste der Parteien, mit denen sie am meisten übereinstimmen.

Der „Real-O-Mat“ von der Plattform „FragDenStaat“ zieht eine andere Herangehensweise heran, da er nicht auf Wahlversprechen oder Parteiaussagen basiert, sondern das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten in den Fokus stellt. Der Real-O-Mat wurde erstmals zur Bundestagswahl 2025 präsentiert. Bei der Auswahlhilfe für die Abgeordnetenhauswahl können Nutzer ihre Position zu 15 zentralen Forderungen der vergangenen Legislaturperiode einnehmen. Anschließend erfahren sie, welche Fraktion deckungsgleich abgestimmt hat und wie die einzelnen Positionen begründet wurden, unterstützt durch Links zu Anträgen und Debatten zum Nachlesen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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