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Elif Eralp: Die neue Hoffnung der Linken für die Berlin-Wahl 2026

Markus S. · 20. September 2026, 20:10 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 36 Aufrufe
Elif Eralp: Die neue Hoffnung der Linken für die Berlin-Wahl 2026

Elif Eralp hat mit ihrer Partei bei der Berlin-Wahl 2026 den Sieg errungen und könnte nun Regierende Bürgermeisterin werden. Wer ist die Kandidatin der Linken und welche Informationen gibt es über ihre Herkunft, Familie und politische Ansichten? Hier sind die wesentlichen Details zusammengefasst.

Eralp erblickte 1981 in München das Licht der Welt. Ihre Eltern waren in der Türkei als Sozialisten aktiv, mussten jedoch nach einem Militärputsch im Jahr 1980 aufgrund politischer Verfolgung in ihrer Heimat fliehen. Aufgewachsen in München und Dortmund, zog ihre Familie schließlich mit acht Jahren nach Hamburg, wo sie Jura studierte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie 2010 in Berlin als Referentin für Rechtspolitik bei der Bundestagsfraktion der Linken. In einem Interview mit der Morgenpost äußerte sie den Wunsch, als Menschenrechtsanwältin tätig zu sein. Eralp ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politisch ist Eralp seit 2017 Mitglied der Linken. Im Dezember 2018 wurde sie in den Landesvorstand von Berlin gewählt. Bei der Wahl 2021 unterlag sie der grünen Kandidatin Marianne Burkert-Eulitz, erhielt jedoch ein Mandat im Abgeordnetenhaus durch ihren Listenplatz. Bei der Wiederholungswahl 2023 sicherte sie sich ihren Sitz.

Im Mai 2025 wurde Eralp zur stellvertretenden Vorsitzenden der Berliner Linken gewählt und erhielt im Oktober die Nominierung zur Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl 2026.

Eralps politische Agenda fokussiert sich auf soziale Gerechtigkeit und den Wohnungsmangel, ein Thema, das in Berlin dringlich ist. Im April erklärte sie, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werde, was vor allem auf die hohen Mietpreise zurückzuführen sei. „Sie führen dazu, dass das Leben in unserer Stadt immer anstrengender ist”, sagte sie. Eralp betont, dass sie Berlin vor unsozialer Politik schützen möchte und setzt sich dafür ein, den Mieterschutz in den Vordergrund zu stellen. Sie fordert ein Verbot von möbliertem Wohnen auf Zeit in Milieuschutzgebieten und spricht sich gegen Ferienwohnungen in Wohnhäusern aus. Ein geplantes Gesetz soll großen Vermietern vorschreiben, einen bestimmten Anteil ihrer frei werdenden Wohnungen an einkommensschwache Menschen zu vermieten.

Zu aktuellen politischen Themen äußert sich Eralp ebenfalls. Bei der Debatte um Poller und Kiezblocks will sie individuell entscheiden. Sie setzt sich für Tempo 30 in der Innenstadt ein und fordert eine Reduzierung der Autos sowie mehr bezahlbare Mobilitätsalternativen. Eine Olympia-Bewerbung Berlins lehnt sie ab und spricht sich gegen eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes aus.

Eralp erfuhr im August 2026 bundesweite Aufmerksamkeit, als sie den Auftritt des Rappers Dahabflex, der während einer Wahlkampfveranstaltung antisemitische Bemerkungen machte, scharf kritisierte. Sie betonte, dass solche Aufrufe zur Gewalt inakzeptabel seien und forderte eine Aufklärung über die Vorfälle in Neukölln. Sie steht klar für den Schutz jüdischen Lebens und gegen jede Form des Antisemitismus.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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