Eralp: Ehemalige Rote Hilfe und Wahlsiegerin der Linken
Elif Eralp, die Führerin der Linken-Fraktion in Berlin und Spitzenkandidatin bei den Abgeordnetenhauswahlen, war über mehrere Jahre bei der Organisation Rote Hilfe aktiv. Allerdings vermeldete der Landesverband der Partei auf Anfrage der dpa, dass sie im vergangenen Jahr ausgetreten ist. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor ebenfalls über diese Mitgliedschaft berichtet.
Laut dem aktuellen Jahresbericht des Landesverfassungsschutzes gilt die Rote Hilfe als die größte linksextremistische Gruppierung in Berlin. Der Bericht weist darauf hin, dass nicht alle Mitglieder der Organisation verfassungsfeindliche Ziele verfolgen. Dennoch sei die ablehnende Haltung der Rote Hilfe gegenüber der demokratischen Grundordnung als einer der Gründe für die Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu werten.
Der Landesgeschäftsführer der Linken, Bjoern Tielebein, erklärte, dass Eralp während ihres Jurastudiums in Hamburg Mitglied wurde, da sie aktiv juristische Unterstützung für Menschen leisten wollte, die sich sozial und politisch engagieren, jedoch nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügten. Laut Tielebein war Eralp über Jahre ein passives Mitglied und trat aufgrund teils abweichender politischer Ansichten noch vor ihrer Kandidatur als Spitzenkandidatin aus.
Die Mitgliedschaft von Eralp war sowohl auf ihrer persönlichen Homepage als auch auf der Webseite des Abgeordnetenhauses stets transparent dargestellt. Die Rote Hilfe sieht sich als eine „linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“, die politisch Verfolgte unterstützt, wie im Verfassungsschutzbericht von 2025 erwähnt wird. Ihre Hilfe konzentriert sich ausschließlich auf Personen, deren Handlungen aus einer linken politischen Motivation resultieren.
Nach dem Wahlsieg der Linken äußerte Eralp den Wunsch, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden. Bei der Wahl zum Landesparlament am 20. September erzielte die Partei mit 25,7 Prozent die meisten Stimmen.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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