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Schwimmdemo in der Spree wegen Wasserqualität abgesagt

Markus S. · 20. August 2026, 17:37 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Schwimmdemo in der Spree wegen Wasserqualität abgesagt

Die für heute Abend angesetzte Schwimmdemonstration in der Spree musste aufgrund der schlechten Wasserqualität abgesagt werden. Der Initiator der Aktion, der Verein Flussbad, organisierte kurzfristig eine Kundgebung am Schinkelplatz, der am Ufer der Spree liegt. Mehrere Dutzend Teilnehmer versammelten sich dort, darunter die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, sowie der Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal.

Der Verein Flussbad führt regelmäßig Schwimmdemonstrationen durch, um gegen das bestehende Badeverbot in der Spree, das seit über 100 Jahren gilt, zu protestieren. In der Vergangenheit haben die Demonstrierenden aufgrund der schlechten Wasserqualität bereits mehrfach nicht ins Wasser gehen können.

Jan Edler, Vorstandsmitglied des Vereins, äußerte sich besorgt über die Situation: "Angesichts der Folgen des Klimawandels öffnen viele europäische Metropolen ihre Flüsse wieder für die Bevölkerung und investieren in Wasserqualität, Sicherheit und öffentliche Zugänge." Er verdeutlichte, dass sicheres Schwimmen im Spreekanal bereits möglich sei, es jedoch an dem politischen Willen fehle, dieses Potenzial zum Wohle der Allgemeinheit zu nutzen. Ein Fokus des Vereins liegt auf der Einrichtung einer Pilotbadestelle im Spreekanal.

In Zeichen der Solidarität blieben das temporäre Volksbad vor der Volksbühne sowie die geplante Aktion am Donnerstagnachmittag für die Öffentlichkeit geschlossen. Matthias Lilienthal sprach auf der Kundgebung und dankte für die Unterstützung, die das Volksbad in den letzten Tagen erfahren habe. Zuvor hatte die Volksbühne eine Aktion mit dem Verein Each one teach one (Eoto) abgesagt, nachdem rassistische Drohungen ausgesprochen wurden. Diese Initiative setzt sich für die Belange schwarzer Kinder und Jugendlicher ein und sollte das Volksbad am Freitag exklusiv nutzen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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