Berlin verzeichnet Rückgang bei Touristen – Ausländer bleiben weg
Der Tourismus in Berlin hat im ersten Halbjahr 2023 weiter an Attraktivität verloren, insbesondere bei internationalen Gästen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg berichtete, reisten in den ersten sechs Monaten etwa 5,9 Millionen Besucher nach Berlin, was einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Der Rückgang äußerte sich noch deutlicher bei den Übernachtungen, die um 2,7 Prozent auf 13,6 Millionen sanken. Insbesondere die Zahl der internationalen Touristen fiel. Nahezu zwei Millionen Besucher kamen aus dem Ausland und buchten insgesamt 5,2 Millionen Übernachtungen, was einen Rückgang von 4,1 Prozent bei den Gästen und sogar 6,4 Prozent bei den Übernachtungen zur Folge hatte.
Das Vereinigte Königreich bleibt die wichtigste Quelle für ausländische Gäste, mit rund 1,47 Millionen Touristen. Die USA folgten als das zweitgrößte Herkunftsland, jedoch verzeichneten auch von diesen Gästen sowohl die Ankünfte als auch die Übernachtungen einen spürbaren Rückgang.
Im Gegensatz dazu zeigen die Zahlen für inländische Touristen eine positive Entwicklung. Im ersten Halbjahr zog Berlin circa 3,9 Millionen Besucher aus Deutschland an, was einen Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Allerdings blieben diese Gäste kürzer, wodurch die Übernachtungen von deutschen Touristen um 0,3 Prozent auf 8,3 Millionen fielen.
Der Berliner Tourismussektor zeigt schon seit einiger Zeit Schwächen. Im vergangen Jahr wurden insgesamt nur 29,4 Millionen Übernachtungen registriert, was mehr als eine Million weniger als im Vorjahr bedeutet. Im Rekordjahr 2019 verzeichnete die Hauptstadt noch 34 Millionen Übernachtungen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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