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Denkmal für Ingeborg Rapoport in Pankow eingeweiht

Markus S. · 05. November 2026, 06:41 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Denkmal für Ingeborg Rapoport in Pankow eingeweiht

Am Freitag wurde in Pankow ein Denkmal für Ingeborg Rapoport und ihren Ehemann Mitja Rapoport eingeweiht. Ingeborg Rapoport gilt als Pionierin der Verbindung zwischen Geburtshilfe und Gynäkologie und hat bedeutende Beiträge zur Medizingeschichte geleistet. Ihr Ehemann Mitja, ein Biochemiker, trug dazu bei, dass Blutkonserven länger haltbar sind.

Zwei Tage nach der Enthüllung verstarb Regina Ziegler, eine Filmproduzentin, die maßgeblich zur Bekanntheit des Wissenschaftlerpaares beitrug. Britta Wauer von Britzka Film bemerkte: „Es schloss sich dadurch ein Bogen“, und erklärte, dass das Denkmal genau an dem Wochenende eröffnet wurde, an dem Ziegler starb, die den Dokumentarfilm über die Rapoports realisierte.

„Unser kleiner Dokumentarfilm, der völlig überraschend den Grimme-Preis gewann, hat dazu geführt, dass die Rapoports eine Rolle in der Charité-Serie spielten und nun, fast ein Vierteljahrhundert später, endlich die überfälligen Ehrungen erhalten“, fügte Wauer hinzu, was auch Ziegler zugute kommt.

Im Jahr 2005 erhielten die Regisseurinnen Sissi Hüetlin und Britta Wauer den Grimme-Preis für ihren Abschlussfilm der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB), der sich mit dem Leben der Rapoports beschäftigt. Wauer hat seitdem mit ihrer Firma zahlreiche Dokumentarfilme, insbesondere über Pankow, erstellt.

Ingeborg Rapoport war eine außergewöhnliche Wissenschaftlerin, die 1969 an der Charité den ersten Lehrstuhl für Neonatologie in Europa erhielt. Sie war maßgeblich an der Reduzierung der Säuglingssterblichkeit beteiligt. 2015 erlangte sie internationale Aufmerksamkeit, als sie im Alter von 102 Jahren nachträglich an der Universität Hamburg promoviert wurde, nachdem ihr 77 Jahre zuvor die Teilnahme an der Abschlussprüfung verweigert wurde.

Rapoport verteidigte ihre Doktorarbeit über Diphtherie mit der Aussage: "Ich habe meine Promotion für die Opfer gemacht." Sie verstarb kurz nach dieser Aussage im Jahr 2017.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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