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Gestapo-Chef Heinrich Müller: Wo könnte er ruhen?

Markus S. · 23. Juli 2026, 11:17 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 35 Aufrufe
Gestapo-Chef Heinrich Müller: Wo könnte er ruhen?

Der Körper von Heinrich Müller, dem ehemaligen Leiter der Gestapo, könnte sich auf dem Alten Jüdischen Friedhof in Mitte befinden. Laut den Ergebnissen historischer Untersuchungen gilt es als "sehr wahrscheinlich", dass Müller nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Sammelgrab auf dem jüdischen Friedhof an der Großen Hamburger Straße beigesetzt wurde. Diese Informationen wurden von der Senatskulturverwaltung am Donnerstag in Berlin bekanntgegeben.

In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus äußerte Kulturstaatssekretär Alexander Straßmeir (CDU), dass die genauen Umstände nicht abschließend geklärt werden können. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin verweist auf das Recht auf ewige Ruhe für die verstorbenen jüdischen Personen und schließt daher eine Exhumierung, Umbettung oder Kremierung von Müllers Leichnam aus. Ein solches Vorhaben würde als Eingriff in die Totenruhe der dort bestatteten Jüdinnen und Juden betrachtet.

Müller wird als einer der Hauptverantwortlichen für das brutale Terrorregime der Nationalsozialisten und für den massenhaften Mord an Juden angesehen. Am 20. Januar 1942 nahm er an der Wannsee-Konferenz teil, wo die Ausführung der Deportation und Ermordung der europäischen Juden behandelt wurde. Im August 1945 wurde sein Leichnam in einem Einzelgrab auf dem ehemaligen Gelände des Reichsluftfahrtministeriums entdeckt und später umgebettet.

Der jüdische Friedhof an der Großen Hamburger Straße, der im Jahr 1672 angelegt wurde, wurde 1943 zerstört. Auf dem Gelände wurden zivile Kriegsopfer sowie Soldaten in sogenannten Splittergräbern beigesetzt. Schätzungen zufolge ruhen dort mehr als 2.000 Tote in 16 Sammelgräbern, von denen mehr als die Hälfte keine namentliche Identifikation haben.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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