Sichtbarkeit der Sonnenfinsternis in Berlin: Tipps und Warnungen
Himmelsbeobachter können sich auf einen aufregenden Abend freuen, denn heute Nacht wird in Berlin und Brandenburg eine partielle Sonnenfinsternis zusammen mit dem spektakulären Meteorstrom der Perseiden sichtbar sein. Laut Meteorologin Helga Schees vom Deutschen Wetterdienst (DWD) werden nur vereinzelt Wolken erwartet, die sich im Verlauf des Tages meist auflösen. Die Aussichten auf einen klaren Himmel seien "ganz gut". Im Westen könnte es zwar Schleierbewölkung geben, die das Licht etwas dämpfen könnte, dies sollte jedoch nicht stören. In der Nacht besteht die Möglichkeit, dass diese Bewölkung von Westen nach Osten zieht und einige der Sternschnuppen verdeckt, während die stärkeren Meteore sichtbar bleiben.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind gleich zwei astronomische Ereignisse zu erleben: die partielle Sonnenfinsternis und der Höhepunkt des Perseiden-Stroms. Die Sonnenfinsternis wird ab 19:15 Uhr in Berlin zu beobachten sein, mit einer maximalen Bedeckung von etwa 85 Prozent gegen 20:08 Uhr. Um 20:37 Uhr wird das Naturschauspiel enden. Während die partielle Finsternis in Deutschland erlebt wird, wird es in Teilen Spaniens eine vollständige Dunkelheit geben.
Eine Sonnenfinsternis tritt auf, wenn der Mond sich zwischen Sonne und Erde schiebt, sodass sein Schatten auf die Erde fällt. In Deutschland befindet man sich am 12. August lediglich im Halbschatten, was bedeutet, dass nur ein Teil der Sonne verdeckt wird. Die am meisten in Erinnerung bleibende totale Sonnenfinsternis war am 11. August 1999, die nächste wird erst am 3. September 2081 sichtbar sein.
Die Sonnenfinsternis wird relativ niedrig am Horizont erscheinen, die Sonne geht derzeit um 20:37 Uhr unter. Für eine gute Sicht ist ein freier Blick nach West-Nordwest erforderlich. In Berlin könnte dies im Tempelhofer Feld schwierig werden, während klare Sichtmöglichkeiten auf erhöhten Flächen in Brandenburg bestehen könnten.
Experten warnen eindringlich vor dem ungeschützten Blick in die Sonne während der Finsternis. Monika Staesche von der Stiftung Planetarium Berlin betont die Notwendigkeit einer speziellen Sonnenfinsternisbrille. Diese Brillen werden kostenfrei bei der Langen Nacht der Astronomie im Zeiss-Großplanetarium verteilt, sie sind jedoch auch im Handel erhältlich. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist darauf hin, dass ohne angemessenen Schutz Verletzungen der Netzhaut drohen können. Gefährliche Alternativen wie dunkle Filmstreifen oder andere nicht zugelassene Produkte bieten keinen zuverlässigen Schutz.
Die Sichtbarkeit des Meteorschauers wird durch den Neumond in diesem Jahr besonders gut sein. Die besten Beobachtungszeiträume für den Perseiden-Strom sind zwischen 23:00 und 04:00 Uhr. Die Meteoriten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre, was 216.000 Kilometern pro Stunde entspricht.
Die Temperaturen am Mittwochabend werden laut Schees bei angenehmen 20 Grad liegen. In der Nacht könnte es jedoch kühler werden, besonders in den ländlichen Gebieten von Brandenburg, wo Temperaturen bis zu 8 Grad erwartet werden können. Allen, die die Finsternis und den Perseiden-Strom beobachten möchten, wird geraten, sich warm anzuziehen und die geeigneten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
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Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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