Neuer Standort für die Zentralbibliothek Berlin am Alex
Ein entscheidender Schritt für die Berliner Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) wurde unternommen: Eine Absichtserklärung zur Unterbringung im Galeria-Haus am Alexanderplatz wurde von der Stadt Berlin und dem Immobilienbesitzer Commerz Real unterzeichnet, wie die Senatskulturverwaltung mitteilte. Dennoch sind weitere Verhandlungen erforderlich.
„Noch im Oktober 2026 beabsichtigen beide Parteien, Verhandlungen zu den wesentlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu führen“, heißt es in der Mitteilung. Aktuelle Pläne sehen vor, dass die ZLB eine Gesamtfläche von etwa 42.680 Quadratmetern erhält, davon sollen rund 28.133 Quadratmeter für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein Teil des Gebäudes soll weiterhin als Warenhaus fungieren und etwa 14.220 Quadratmeter umfassen.
Finanz- und Kultursenator Stefan Evers (CDU) betonte die Vorteile: „Die ZLB am Alexanderplatz bietet die Chance, Berlinerinnen und Berliner an einem zentralen, hervorragend erreichbaren Ort zusammenzuführen und zugleich dringend notwendige Impulse für den Alex in Berlins Mitte zu setzen.“
Die Zentral- und Landesbibliothek benötigt dringend einen neuen Standort, da die bestehenden Einrichtungen am Blücherplatz und in der Breiten Straße saniert werden müssen. In der Vergangenheit war auch ein Einzug in das ehemalige Lafayette-Gebäude an der Friedrichstraße im Gespräch, doch diese Idee fand keine Unterstützung und wurde fallen gelassen.
Die Diskussion über einen Umzug in das Galeria-Warenhaus besteht bereits seit einiger Zeit. Die Commerz Real befürwortet dieses Vorhaben, und auch die ZLB sieht darin eine große Chance. Klärungsbedarf besteht jedoch bei der Finanzierung des Projekts, wobei die finale Verhandlung voraussichtlich der nächsten Landesregierung obliegt. Angesichts der bevorstehenden Wahl eines neuen Abgeordnetenhauses am Sonntag stehen die Weichen bereit für die nächsten Schritte.
ZLB-Direktor Jonas Fansa zeigte sich optimistisch: „Die Absichtserklärung bringt Hoffnung. Eine öffentliche Bibliothek belebe den Alexanderplatz. Rund 2.000 Arbeitsplätze, Aufenthaltsflächen für Familien, Kreativräume oder Lernorte für Jugendliche könnten dort entstehen. Ein schöneres Projekt kann man einer neuen Regierung kaum vor die Füße legen.“
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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