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Protest gegen die Fällung einer 200 Jahre alten Eiche in Pankow

Julian K. · 16. Oktober 2026, 10:52 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 14 Aufrufe
Protest gegen die Fällung einer 200 Jahre alten Eiche in Pankow

In Pankow versucht eine Bürgerinitiative, die Fällung einer 200 Jahre alten Eiche abzuwenden. Diese Eiche wurde zu einer Zeit gepflanzt, als Berlin die Residenzstadt des Königreichs Preußen war. Im Jahr 1826 wurde Beethovens 9. Sinfonie in der Stadt uraufgeführt, und das Elisabethstift wurde als Zufluchtsort für Waisenkinder gegründet.

Der alte Baum steht auf einem Privatgelände in der Schloßallee 17 und soll weichen, um Platz für einen Neubau auf dem benachbarten Grundstück mit der Nummer 17 A zu schaffen. Eine Genehmigung zur Fällung wurde bereits erteilt, und ab dem 23. Oktober ist ein Parkverbot ausgesprochen worden.

Silke B., Anwohnerin und Initiatorin der Petition, ist empört über die Pläne. Sie berichtet, dass das angrenzende Gebäude bereits so errichtet wurde, dass der Baum respektiert wird. Jetzt sei der Baum jedoch im Weg eines Neubaus. „Die Genehmigung zur Fällung wird damit begründet, dass der Baum beim Bau auf dem Nachbargrundstück zu sehr geschädigt würde, anstatt den Bau weiter nach hinten zu versetzen“, erklärt Silke B. frustriert.

Sie betont, dass die Eiche nicht nur einen kulturellen Wert besitzt, sondern auch als „Klimaheldin“ bezeichnet wird. Sie hat den Ersten Weltkrieg überstanden und auch die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs überlebt. Durch ihre ausladende Krone bietet sie im Sommer wertvollen Schatten und trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei, indem sie große Mengen CO₂ bindet und Schadstoffe filtert.

Die Initiativen zur Erhaltung des Baums sind bereits erfolgt, und es sollen zwar acht neue Bäume gepflanzt werden, aber deren Standorte sind unklar. Silke B. weist darauf hin, dass es viele Jahre dauern wird, bis die Jungbäume die gleiche Menge an CO₂ binden können wie die alte Eiche.

Auf Change.org hat sie eine Petition gegen die Fällung gestartet, die in nur zwei Wochen 1175 Unterstützer mobilisieren konnte. Unter ihnen gibt es auch Hinweise darauf, dass die Eiche Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Eichhörnchen und Insekten bietet. Vor kurzem war Silke B. mit einem speziellen Messgerät unterwegs, das Fledermausarten anhand von Schallwellen identifizieren kann. Es wurden zwei Arten in der Nähe der Eiche nachgewiesen. Sie fordert die Behörden auf, alternative Pläne zu entwickeln, um den Baum zu erhalten.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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