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Skandal im Gefängnis Tegel: Psychologin und Häftling angeklagt

Markus S. · 29. Juli 2026, 11:52 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Skandal im Gefängnis Tegel: Psychologin und Häftling angeklagt

Ein potenzieller Skandal beschäftigt nun das Berliner Justizsystem: Eine frühere Psychologin der Justizvollzugsanstalt Tegel und ein Häftling sind angeklagt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen die 36-jährige Frau sowie den mittlerweile 41-jährigen Gefangenen, wobei das Verfahren vor dem Amtsgericht Tiergarten verhandelt werden soll.

Nach den Ermittlungsergebnissen soll die Psychologin zwischen Februar 2023 und März 2024 eine persönliche Beziehung zu dem Inhaftierten unterhalten haben. Obwohl sie diese Verbindung laut Aussagen der Ermittler nicht offenbart habe, sei sie weiterhin für die psychologische Betreuung des Gefangenen verantwortlich geblieben.

Laut den Untersuchungen soll der Häftling der Psychologin Geschenke und Amazon-Gutscheine im Wert von insgesamt etwa 2.860 Euro überlassen haben. Aus diesem Grund wird der Psychologin fünf Fälle der Bestechlichkeit vorgeworfen, während der 41-Jährige sich fünf Fällen der Bestechung gegenübersieht.

Zusätzlich wird berichtet, dass die Psychologin den Inhaftierten regelmäßig über interne Abläufe in der Justizvollzugsanstalt informiert haben soll. Außerdem habe sie wissen lassen, dass der Häftling über Mobiltelefone verfügte, deren Besitz im Gefängnis ebenfalls verboten ist. Des Weiteren sollen Versuche unternommen worden sein, Einfluss auf den Vollzug seiner Haftstrafe zu gewinnen.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft nahm das Verfahren im November 2023 durch einen anonymen Hinweis eines anderen Gefangenen seinen Lauf. Im März 2024 wurden bei Durchsuchungen sowohl bei der Psychologin als auch beim Häftling Beweismittel sichergestellt. Das Arbeitsverhältnis der Psychologin mit der JVA Tegel wurde noch im März 2024 beendet, während sich der Häftling weiterhin in Haft befindet.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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