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Issa Remmo sorgt für Aufregung im Abgeordnetenhaus

Julian K. · 22. September 2026, 11:35 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Issa Remmo sorgt für Aufregung im Abgeordnetenhaus

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, nur die Umstände sind unterschiedlich. Während die CDU, enttäuscht von den Wahlen, über das Erscheinen von Clan-Boss Issa Remmo an den Wahlpartys der Linken in Neukölln und Kreuzberg aufgebracht ist, hebt die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, deutlich hervor, dass Remmo nicht eingeladen war und die Veranstaltung verlassen wurde. Allerdings wurde ein ähnliches Ereignis, bei dem Remmo bereits Kontakt zur Politik suchte, offenbar übersehen. Laut dem „Tagesspiegel“ trat Remmo im Januar 2025 in das Herz der Berliner Politik ein, als er unbeschwert durch das Foyer des Abgeordnetenhauses und den Plenarsaal schlenderte. Sein Sohn Firas dokumentierte dieses Ereignis in Form von Fotos auf Instagram.

Laut „Tagesspiegel“ wurde Remmo durch den CDU-Abgeordneten Christian Zander aus Tempelhof eingeladen, der am Sonntag erneut ins Parlament gewählt wurde. Auf die Vorwürfe von der Presse angesprochen, wies Zander die Berichterstattung entschieden zurück und behauptete: „Ich habe keine Mitglieder der Familie Remmo eingeladen und würde dies auch niemals tun.“ Er erklärte, dass die „Arabische Gemeinde in Deutschland“ um eine Führung im Abgeordnetenhaus gebeten habe, die wie viele andere Führungen organisiert wurde, und dass keine Teilnehmerliste existiert habe. Zander fügte hinzu, dass er nicht gewusst habe, dass jemand vom Remmo-Clan anwesend war, sonst hätte er die Gruppe ausgeschlossen.

Dem widersprach Firas Remmo und behauptete, dass Zander durchaus bewusst war, wer sein Vater war. Er sagte, dass Zander sogar an einem gemeinsamen Foto mit seinem Vater interessiert gewesen sei, was dieser jedoch abgelehnt hatte, um keinen Aufruhr zu erzeugen. Zander konterte, dass er keinerlei Kontakte zu den Remmos gehabt habe und plane, sich von Clanstrukturen fernzuhalten. Er beschrieb die Öffentlichkeitsarbeit der Clans als eine bekannte Strategie, um in den Fokus zu rücken.

Der Besuch von Remmo im Abgeordnetenhaus wirft Fragen auf. Vasili Franco, innenpolitischer Sprecher der Grünen, äußerte sein Erstaunen darüber, dass die CDU den bekanntesten Vertreter eines Clans, der unter Ermittlungen steht, nicht erkennt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von einem „Super-GAU für die CDU“ und empfahl, bei Gruppeneinladungen im Abgeordnetenhaus vorab eine Namensliste zu erstellen, was bereits bei vielen Veranstaltungen üblich sei.

Die Kontroversen über den Auftritt von Issa Remmo bei der Wahlparty der Linken halten weiter an. Die Linke in Neukölln stellte klar, dass es keine politischen oder persönlichen Verbindungen zu Remmo gebe, und betonte, dass seine Anwesenheit nicht bekannt gewesen sei. Ferat Kocak, der Neuköllner Bundestagsabgeordnete, distanzierte sich entschieden von Remmos Besuch und erklärte, er sei an dem Abend nicht anwesend gewesen. Er äußerte, dass die Wahlparty für alle zugänglich gewesen sei. Kocak bezeichnete zudem seinen Chatkontakt zu einem bekannten Mitglied der Remmo-Familie als Fehler und bat um Entschuldigung. In seiner Kommunikation auf der Plattform X gab er an, zunächst nicht gewusst zu haben, mit wem er es zu tun hatte. Remmo hatte einen Screenshot ihrer Unterhaltung veröffentlicht, in der Kocak um die Verbreitung eines Videos seiner Bundestagsrede bat.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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