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BerlinTrend: Jugendliche in Berlin fordern politische Aufmerksamkeit

Markus S. · 08. September 2026, 08:10 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
BerlinTrend: Jugendliche in Berlin fordern politische Aufmerksamkeit

Laut dem neuesten BerlinTrend von infratest dimap, in Auftrag gegeben von der rbb24-Abendschau und rbb 88.8, zeigen sich junge Berichterstatter im Alter von 16 bis 34 Jahren besorgt darüber, dass ihre politischen Anliegen zu wenig Beachtung finden. 76 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Politiker nicht ausreichend auf ihre Bedürfnisse eingehen. Lediglich 15 Prozent glauben, dass ihre Anliegen von den Entscheidungsträgern ernst genommen werden.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass 53 Prozent der jungen Menschen sich unzureichend über die Kandidaten und Wahlprogramme für die kommende Abgeordnetenhauswahl informiert fühlen. Bei der Frage, welcher politischen Partei sie am meisten Vertrauen schenken würden, ist das Ergebnis eindeutig: 38 Prozent planen, der Linkspartei ihre Stimme zu geben. Im Falle einer Direktwahl würden 20 Prozent für die Spitzenkandidatin Elif Eralp votieren. Dennoch geben 60 Prozent der Befragten zu, dass sie unsicher sind, wen sie wählen sollen.

Die Unterstützung für die Linke könnte teilweise auf das Hauptanliegen der jungen Wähler zurückzuführen sein: das Thema Wohnen. Dieses ist für sie das wichtigste Anliegen bei der bevorstehenden Wahl, gefolgt von Fragen zur inneren Sicherheit, Einwanderung und Mobilität. 46 Prozent der Befragten sprechen sich für die Vergesellschaftung größerer Wohnungsunternehmen aus, während 29 Prozent enteignungspläne als eher negativ bewerten. In einer breiteren Befragung unter allen Berlinerinnen und Berlinern zeigte sich, dass 46 Prozent Enteignungen ablehnen.

Die finanziellen Sorgen der jüngeren Generation sind ebenfalls ausgeprägt. 64 Prozent befürchten, dass sie sich das Leben in Berlin in Zukunft nicht mehr leisten können. Bei der gesamten Bevölkerung äußern 49 Prozent ähnliche Ängste, während der andere Teil dieser Befragten keine Bedenken hat.

Im Vorfeld der Berlin-Wahl 2026 hat das Abgeordnetenhaus im Jahr 2023 das Wahlalter gesenkt. Somit dürfen am 20. September auch bereits 16-Jährige zum ersten Mal an der Wahl teilnehmen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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