Briefwahl bis zur letzten Minute: Tipps für Berlin-Wähler
In der Woche vor der Wahl in Berlin am 20. September können Wählerinnen und Wähler weiterhin die Briefwahl nutzen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Zeit knapp werden kann, insbesondere für diejenigen, die ihre Unterlagen noch nicht beantragt haben.
Es gibt in Berlin keine zentrale Stelle für die Beantragung der Briefwahlunterlagen; stattdessen sind die Bezirkswahlamts zuständig. Informationen zu den Adressen dieser Ämter finden Sie auf der Website des Landeswahlleiters sowie auf den Seiten der jeweiligen Bezirksämter.
Um die Briefwahlunterlagen rechtzeitig zu beantragen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Die Anträge können per Post, online über die Website des Landeswahlleiters, per E-Mail oder direkt in einer Briefwahlstelle des Bezirks eingereicht werden. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich zudem ein Antrag zur Briefwahl, und auch ein QR-Code ermöglicht die Beantragung. Wichtig: Die Online-Anträge und die QR-Code-Variante sind nur bis Dienstag, dem 15. September, verfügbar.
Das Landeswahlamt weist darauf hin, dass die Unterlagen bis spätestens Sonntag um 18:00 Uhr beim Bezirkswahlamt angekommen sein müssen, damit sie bei der Auszählung berücksichtigt werden. Andernfalls werden sie nicht gewertet.
Zu den Unterlagen, die Wählerinnen und Wähler erhalten, gehören ein Wahlschein, die offiziellen Stimmzettel sowie Umschläge in verschiedenen Farben für die Rücksendung der Briefwahlunterlagen. Parallel zur Abgeordnetenhauswahl finden auch Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt, weswegen es für jede Wahl einen eigenen Stimmzettel gibt. Das Landeswahlamt empfiehlt, für die Rücksendung der Unterlagen mindestens drei Werktage einzuplanen.
Für diejenigen, die kurzfristig Briefwahlunterlagen beantragen möchten, ist es sinnvoll, sich direkt in eine Briefwahlstelle zu begeben, die bis Freitag, dem 18. September, um 15:00 Uhr geöffnet ist. Dort können die Unterlagen sowohl abgeholt als auch sofort ausgefüllt werden.
Laut Landeswahlleiter Stephan Bröchler wird auch auf kurzfristige Anfragen reagiert, dennoch trägt der Wähler das Risiko des Versandweges. Daher ist es ratsam, die Bewerbung um Briefwahlunterlagen frühzeitig zu erledigen.
In Berlin ist der Anteil der Briefwähler in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2023 lag dieser bereits bei 44,5 Prozent, und es wird erwartet, dass auch diesmal ein ähnlicher Anteil erreicht wird. Aktuelle Zahlen zeigen, dass bis Donnerstag 765.978 Wahlscheine ausgestellt wurden, was 27,9 Prozent entspricht, während der Wert zur selben Zeit bei der Wahl 2023 bei 26,4 Prozent lag.
Rund 2,5 Millionen Menschen sind wahlberechtigt zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September. Bei der Wahl zu den Bezirksverordnetenversammlungen sind es etwa 2,75 Millionen, da auch EU-Bürgerinnen und -Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen dürfen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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