Fälschung von Intifada-Sticker belastet Linke-Kandidatin Eralp
In Berlin sind Sticker aufgetaucht, die der Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, die Unterstutzung für die Intifada vorwerfen. Auf dem Aufkleber, der auch in sozialen Medien verbreitet wird, steht: „Yallah Intifada mit Elif Eralp: Intifada ins Abgeordnetenhaus wählen“. Das Motiv zeigt ein Bild von Eralp, das Logo der Linken Berlin und eine Karte, auf der die Umrisse Israels und der besetzten Gebiete in palästinensischen Farben abgebildet sind. Selbst auf Seiten, die Israel unterstützen, werden inzwischen Zweifel geäußert, ob es sich hierbei um einen „Fake“ handelt und dass das Bild von der Berliner Linken nicht genehmigt wurde.
Die Linke hat bereits Anzeige wegen Betrugs erstattet, und der Landesgeschäftsführer Björn Tielebein äußerte, dass er den Sticker in Mitte gesehen hat und die Polizei online informierte. Er vermutet hinter der Aktion politisch motivierte Gegner, da die Sticker nicht nur online kursieren, sondern auch produziert und verteilt wurden. Während die Linke von einer Fälschung spricht, äußert sich ein führender CDU-Politiker zu dem Vorfall. Bildungs-Staatssekretär Falko Liecke postete auf Instagram ein Bild, das ihn zusammen mit dem gefälschten Sticker zeigt und schreibt: „Die Linke steht eindeutig für Antisemitismus“. Er fordert dazu auf, die CDU zu wählen, um Stabilität in Berlin zu gewährleisten.
Liecke, der auch Kreisvorsitzender der CDU Neukölln ist, kritisiert die Linke scharf und sagt, sie habe damit „alle roten Linien“ überschritten. Die CDU hat der Linken seit Langem vorgeworfen, von Antisemiten durchsetzt zu sein. Tielebein fordert Liecke auf, seinen Post innerhalb einer Stunde zu löschen, und kündigt rechtliche Schritte gegen den CDU-Politiker an. Auch der ehemalige Grünen-Politiker Volker Beck hat das gefälschte Bild über X verbreitet, seinen Post jedoch nach einer Intervention Tielebeins schnell entfernt. Nach etwa drei Stunden entfernte auch Liecke seinen Beitrag.
Elif Eralp sieht sich aus zwei Richtungen unter Druck: Während die CDU ihr vorwirft, Antisemitismus in ihren Reihen zu dulden, wird sie von Seiten der Palästina-Solidarität als „Zionistin“ und Freundin Israels angegriffen. Im Internet kursieren manipulierte Parteiplakate, die Eralp neben einer Israel-Fahne zeigen, mit der Aufschrift: „Zionismus für Berlin“.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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