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Charité schaltet Webseiten ab – Globale Sicherheitslücke entdeckt

Markus S. · 21. Oktober 2026, 13:01 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Charité schaltet Webseiten ab – Globale Sicherheitslücke entdeckt

Inmitten einer Serie von Hackerattacken hat die Berliner Universitätsklinik Charité am Mittwoch ihre Webseiten vorübergehend offline genommen. Dies wurde auf der Plattform X bekannt gegeben.

Die Entscheidung, die Seiten vom Netz zu nehmen, wird jedoch nicht als Reaktion auf einen aktuellen Hackerangriff dargestellt. Vielmehr handelt es sich um eine präventive Maßnahme, um einer frisch bekannt gewordenen weltweiten IT-Sicherheitslücke entgegenzuwirken. Laut einer Mitteilung auf X ist die offizielle Webseite der Charité sowie die Seiten des Berlin Institute of Health at Charité betroffen, neben weiteren Webseiten, die mit dem Charité-Portal verbunden sind. Diese Maßnahme wurde als dringend notwendig erachtet, um potenzielle Risiken zu minimieren. Die Charité kündigte an, dass bis Donnerstag die erforderlichen Sicherheitsupdates implementiert werden.

Der Pressesprecher Markus Heggen erklärte, dass die Einschränkungen keine Auswirkungen auf die betrieblichen Abläufe der Charité haben. Derzeit sei es jedoch nicht möglich, Termine online zu buchen. Ein weiteres Merkmal dieser Situation ist, dass die Sicherheitslücke nicht nur die Charité betrifft, sondern auch zahlreiche andere Institutionen weltweit.

Die kritische Sicherheitslücke steht im Zusammenhang mit der weit verbreiteten Programmiersprache PHP, die die Grundlage für viele Internetanwendungen bildet, einschließlich Blogs, Nachrichtenportalen und Onlineshops. Wie verschiedene Sicherheitsunternehmen, darunter Huntress und das Computer Emergency Response Team des Bundes (CERT), sowie das PHP-Sicherheitsteam berichten, handelt es sich um eine akute Notfallsituation, die eine sofortige Reaktion von Webseitenbetreibern erfordert.

Sicherheitsexperten warnen unter dem Namen „PHP2Shell“ vor zwei kritischen Schwachstellen, die unter den Registriernummern CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt werden. Das Gefahrenpotenzial dieser Lücken ist als äußerst hoch einzustufen, da sie es Kriminellen ermöglichen könnten, aus der Ferne Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen, wodurch sie die Kontrolle über Webseiten übernehmen, sensible Daten stehlen oder Infrastruktur für weitere Cyberangriffe missbrauchen können.

Aufgrund der ungewollten Vorabveröffentlichung detaillierter Informationen zur Schwachstelle ist die gesamte globale IT-Branche unter erheblichen Druck geraten, schnell zu handeln. Fachleute befürchten, dass Kriminelle bald automatisierte Skripte verwenden werden, um ungeschützte Server im Internet im großen Stil zu identifizieren und anzugreifen. Neben der Charité hat auch die Stadt Mainz nach einer offiziellen Warnung vorsorglich einige städtische Internetdienste sowie das zentrale Webportal mainz.de temporär abgeschaltet.

Die Alarmbereitschaft unter den Betreibern von Webseiten, Onlineshops und digitalen Unternehmensplattformen ist hoch. IT-Experten empfehlen, unverzüglich Kontakt mit den zuständigen Systemadministratoren oder IT-Dienstleistern aufzunehmen und bereitgestellte Sicherheitsupdates umgehend zu installieren.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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