Großer Marsch für das Leben in Berlin: Protest und Gegendemonstration
In Berlin haben sich zahlreiche Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen versammelt, um an der Demonstration unter dem Motto "Marsch für das Leben" teilzunehmen, die vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisiert wurde. Laut einer Polizeisprecherin nahmen bis zu 2200 Menschen an der Veranstaltung teil, während die Organisatoren ursprünglich mit bis zu 5000 Teilnehmern gerechnet hatten. Auf der anderen Seite waren bis zu 300 Menschen bei den Gegenveranstaltungen präsent, wobei auch hier die vorgesehene Zahl von rund 800 Teilnehmern nicht erreicht wurde.
Die Demonstranten forderten ein Verbot von Abtreibungen. Auf ihren Transparenten waren Slogans wie "Kein Tod auf Rezept" zu lesen, und auf einem aufgestellten Kreuz war eine kleine Babypuppe befestigt, begleitet von dem Schriftzug "Keine Kinder – Keine Zukunft". Zu Beginn der Demo platzierten die Teilnehmer weiße Kreuze als Symbol ihrer Botschaft.
Parallel zu diesem Marsch fanden auch in Köln Demonstrationen sowohl für als auch gegen Schwangerschaftsabbrüche statt. Die Veranstalter hatten jeweils 3000 Personen angemeldet, die Polizei schätzte jedoch, dass die tatsächliche Teilnehmerzahl deutlich geringer war. Es wurde jedoch keine genaue Zahl veröffentlicht. Die Veranstaltungen in Köln begannen friedlich.
Während des Demonstrationszuges in Berlin, der auch an der Charité vorbeiführte, gab es Zwischenfälle: Eine Gruppe von 30 bis 40 Personen versuchte, sich Zugang zu dem Krankenhaus zu verschaffen, um den Marsch möglicherweise zu blockieren. Die Polizei intervenierte und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch ein, wobei die Identität der Verdächtigen festgestellt wurde. Später versuchten etwa 100 Gegendemonstranten, die Abschlusskundgebung des "Marsch für das Leben" durch lautes Trommeln und Pfeifen zu stören. Zur Sicherstellung der Ordnung war ein verstärkter Polizeieinsatz mit rund 1150 Beamten erforderlich, da auch weitere Demonstrationen in der Hauptstadt stattfanden.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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