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Sommerfest der rechtsextremen Partei "Die Heimat" in Köpenick unter Polizeiaufsicht

Markus S. · 11. August 2026, 10:13 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Sommerfest der rechtsextremen Partei "Die Heimat" in Köpenick unter Polizeiaufsicht

Am vergangenen Samstag fand in Köpenick ein Sommerfest der rechtsextremen Partei "Die Heimat" statt, an dem etwa 250 Personen teilnahmen. Der Einsatz von rund 40 Polizeibeamten wurde unvermeidlich, nachdem ein 52-jähriger Festteilnehmer wegen Verdachts der Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorübergehend festgenommen wurde.

Bereits am Nachmittag hatten Anwohner wegen des Lärms Beschwerden geäußert. Laut Informationen des „Tagesspiegel“ wurde auf dem Gelände der Parteizentrale in der Seelenbinderstraße ein Rechtsrock-Konzert veranstaltet, bei dem unter anderem die rechtsextreme Band „Lunikoff Verschwörung“ aufgetreten sein soll. Zahlreiche Besucher machten ihre Gesinnung durch entsprechende Kleidung und Maskierung deutlich. Auf Videos des Konzerts war beispielsweise eine Frau mit einer weißen Maske zu sehen, die an die rassistischen Vermummungen des Ku-Klux-Klans erinnert.

Die Polizei stellte fest, dass die Veranstaltung ohne vorherige Anmeldung stattfand und keine Genehmigung für die Lärmbelastung vorlag. Aufgrund der steigenden Besucherzahl und der Lautstärke suchten die Einsatzkräfte das Gespräch mit den Organisatoren. Gegen Ende des Festes gab es laut Polizei mehrere Zwischenfälle. Der bereits erwähnte 52-Jährige äußerte eine nationalsozialistische Parole und geriet mit einem Journalisten aneinander, was zu seiner Festnahme und der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens führte.

Berichten zufolge soll der Mann bei dieser Auseinandersetzung auf die Kamera eines Fotografen geschlagen haben und dabei die Parole „Kraft durch Freude“ gerufen haben. Er versuchte, zusammen mit einer Begleiterin mit einem Fahrzeug zu flüchten, was durch die Polizei jedoch verhindert wurde. Weitere Teilnehmer sollen laut dem „Tagesspiegel“ ebenfalls Journalisten und Schaulustige provokant behandelt haben.

Das Sommerfest fand auf dem Gelände der Bundeszentrale von „Die Heimat“ statt, einer rechtsextremen Kleinstpartei, die früher unter dem Namen NPD bekannt war und diesen Ort seit Jahren für verschiedene Veranstaltungen der rechten Szene nutzt. Laut „Tagesspiegel“ waren unter den Gästen auch Rechtsextreme aus anderen Bundesländern sowie Anhänger von Berliner rechtsextremen Gruppen anwesend. Das Fest endete gegen späten Abend, als gegen 21 Uhr die ersten Teilnehmer das Gelände verließen und die Veranstaltung etwa eine Stunde später vollständig beendet wurde.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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