Berlins Queerbeauftragter offenbart Kampf gegen Krankheit
Alfonso Pantisano, der Queerbeauftragte von Berlin, lässt auf Instagram verlauten: „Ja, schon wieder eine Operation, verdammt.“ Seit Anfang dieses Jahres kämpft er mit einer seltenen Variante von Cholestase, einer Lebererkrankung, die mit einem Gallenstau einhergeht und starke Symptome wie Juckreiz, Gelbsucht und Schlaflosigkeit verursacht.
In seinen Instagram-Beiträgen thematisiert Pantisano immer wieder seine gesundheitlichen Probleme, berichtet über zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Eingriffe. Zuletzt teilte er mit: „Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie oft ich seit Anfang Februar im Krankenhaus war, wie viele Untersuchungen, Eingriffe und Narkosen hinter mir liegen.“ Sein jüngster Aufenthalt fand in der Charité statt. Pantisano sagt: „Mir geht es okay. Wirklich. Aber ich will auch nicht so tun, als würde mir das alles nichts ausmachen.“ Er gesteht, dass es oft herausfordernd ist, die eigene Stimmung positiv zu halten und das Ganze nicht persönlich zu nehmen.
Zusätzlich thematisierte Pantisano in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die hohen Kosten eines Medikaments, das er gegen seine Erkrankung einnimmt. Der Wirkstoff Maralixibat macht ihm deutlich, welch enorme finanzielle Belastung er für seine Therapie hat: Die monatlichen Kosten belaufen sich auf etwa 163.000 Euro. Glücklicherweise muss er als gesetzlich Versicherter nichts in der Apotheke zahlen, was ihm ein Gefühl der Privilegiertheit vermittelt.
Ablenkung findet der 51-Jährige in seiner Arbeit. „Bis kurz vor der OP habe ich noch gearbeitet, weil gerade unglaublich viel zu tun ist. Und ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich wahrscheinlich spätestens morgen wieder meine E-Mails aufmachen werde“, schreibt er auf Instagram. Er möchte jedoch nicht klagen. Für die Behandler und Pflegekräfte hat er warme Worte der Anerkennung. Am Ende seines emotionalen Beitrags äußert er seinen sehnlichen Wunsch: „Ich möchte einfach wieder gesund sein.“
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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